In jedem Menschen steckt immer auch ein kleiner Künstler. Doch die meisten dürften den Pinsel seit der Schulzeit höchstens noch zum streichen der eigenen vier Wände in die Hand genommen haben. Das Berliner Startup ArtNight möchte dies auf kreative Art und Weise ändern: Mit lockeren Abenden in verschiedenen Restaurants, bei denen die Besucher nicht nur lecker essen können, sondern auch noch selbst ein Bild malen. Angeleitet werden sie dabei jeweils von einem lokalen Künstler. Dieser hilft nicht nur bei der richtigen Maltechnik, sondern sorgt auch für das nötige kreative Flair. An jedem Abend wird außerdem ein bestimmter bekannter Künstler in den Mittelpunkt gestellt und dessen Werk besonders besprochen.


Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer griffen auch selbst zum Pinsel. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die beiden Gründer haben in Mannheim studiert

Bisher haben diese ArtNights bereits in 24 deutschen Städten und in Wien stattgefunden. Als Kunden werden aber nicht nur Privatpersonen, die einen lustigen und kreativen Abend verbringen möchten, angesprochen, sondern ganz explizit auch Firmen. Denn eine solche Veranstaltung eignet sich auch bestens als Teambuilding-Maßnahme oder zum netzwerken. Gegründet wurde das Startup von den ehemaligen Mannheimer Studenten Aimie-Sarah Henze und David Neisinger. Für die Unternehmensgründung verließen sie allerdings die Quadratestadt und zogen in das deutsche Startup-Mekka nach Berlin. Inzwischen hat die Firma das erste Jahr erfolgreich überstanden und möchte zukünftig noch deutlich mehr kreative Leute ab einem Alter von zehn Jahren zum Malen verführen.

Für 150.000 Euro wird den Löwen zehn Prozent angeboten

Denn angestrebt wird eine europaweite Expansion. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, ist aber nicht nur viel Geld notwendig, sondern auch ein erstklassiges Marketingkonzept und ein starkes Netzwerk. Die beiden Gründer haben sich daher für einen Auftritt in der Höhle der Löwen entschieden. Dort bieten sie zehn Prozent der Anteile an und verlangen im Gegenzug 150.000 Euro. Wichtiger aber noch: Sie setzen darauf, dass der Investor auch mit seinen Kontakten und Erfahrungen hilft, typische Fehler bei der Expansion zu vermeiden. Außerdem soll gemeinsam weiter an der Geschäftsidee und dem Finanzierungsmodell gefeilt werden – um das Unternehmen noch wertvoller zu machen und mehr Kunden zu gewinnen.

Dr. Georg Kofler könnte Interesse an ArtNight haben

Künstlerisches Talent wird von dem oder den Investoren aber nicht erwartet. Dennoch versuchen sich Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl in der Sendung als kreative Köpfe und schwingen selbst den Pinsel – unter der fachgerechten Anleitung eines Profis. Geld verdienen lässt sich mit den dabei entstandenen Werken aber wohl eher nicht. Interesse könnte aber auch der Medienunternehmer Dr. Georg Kofler haben. Der Gastlöwe vertritt zum zweiten Mal die erkrankte Judith Williams und gilt als harter Verhandler. Durchaus möglich also, dass er versuchen wird, sich einen größeren Anteil am Unternehmen zu sichern. Vielleicht schlägt aber auch einer der anderen Löwen zu?


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