Eis als Baumaterial scheint momentan im Trend zu liegen. So eröffnete in Schweden kürzlich ein aus Eis gebautes Hotel. Studenten aus ganz Europa beginnen unmittelbar nach Weihnachten zudem mit dem Bau der längsten Eisbrücke der Welt. Diese soll in der Nähe der finnischen Stadt Juuka gebaut werden und aus insgesamt 900 Tonnen Eis entstehen. Das Design der Brücke basiert dabei auf einer Skizze von Leonardo da Vinci. Die Fertigstellung der insgesamt 65 Meter langen Brücke ist für Mitte Februar geplant. Dann findet in Juuka ein internationales Eisfestival statt, auf dem die Rekordbrücke eine der Hauptattraktionen sein wird.


Via: TU Eindhoven
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Papierfasern sorgen für besondere Stabilität

Allerdings entsteht die Brücke nicht aus reinem Natureis. Vielmehr kommt ein Gemisch aus 98 Prozent Wasser und zwei Prozent Papierfasern zum Einsatz. Der Zusatz der Fasern sorgt dabei dafür, dass das gefrorene Eis später rund dreimal so stabil ist wie gewöhnliches Eis. Das Wasser-Faser-Gemisch wird dann in dünnen Schichten auf einen riesigen Luftballon aufgetragen und gefriert anschließend. Am Schluss wird dann der Ballon entfernt und es entsteht eine sich selbst tragende Brücke. Deren Stabilität soll dann unter Beweis gestellt werden, indem zur Eröffnung ein Auto über die Brücke fahren wird. Anschließend können dann auch Fußgänger über die längste jemals erbaute Eisbrücke flanieren. Dabei wird eine freie Fläche von rund 35 Metern überbrückt.

Freiwillige aus ganz Europa im Einsatz

Organisiert wird das Projekt von der Technischen Universität Eindhoven. Vor Ort kommen dann allerdings rund 150 Freiwillige aus ganz Europa zum Einsatz. Die Arbeitsbedingungen sind dabei alles andere als vergnüglich. So müssen die Arbeiten rund um die Uhr stattfinden, weil sonst die Gefahr besteht, dass die benötigten Arbeitsgeräte einfrieren. Eine Nachtschicht im tiefsten Winter Finnlands ist dabei mit Sicherheit nichts für Frostbeulen. Ursprünglich war dabei sogar geplant eine freie Fläche von fünfzig Metern zu überbrücken. Doch Berechnungen ergaben, dass die dazu benötigte Menge an Eis nicht ausreichend schnell produziert werden kann.


Via: TU Eindhoven

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