In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurden in den letzten zehn Jahren rund 143 Millionen Dollar investiert, um die Stadt für Radfahrer attraktiver zu machen. Die Maßnahmen reichten dabei von einfachen Radwegen bis hin zu speziellen autofreien Brücken. Bei solch enormen Investitionen wollen die Stadtväter aber natürlich auch wissen, ob die Maßnahmen tatsächlich einen Effekt haben. Anfänglich wurde die Zahl der Radfahrer daher noch von menschlichen Mitarbeitern erfasst, inzwischen haben zwanzig über das Stadtgebiet verteilte Sensoren diese Aufgabe übernommen. Das Ergebnis dieser Messungen ist dabei durchaus erfreulich: Demnach gibt es in Kopenhagen 265.700 genutzte Fahrräder. Zum Vergleich: Die Zahl der angemeldeten Autos liegt bei 252.600.


Fahrrad

Im Jahr 2025 soll jede zweite innerstädtische Fahrt mit dem Rad erledigt werden

Beide Transportformen entwickeln sich zudem in die entgegengesetzte Richtung. Während der Radverkehr alleine im letzten Jahr um fünfzehn Prozent zunahm, sank die Autonutzung sogar leicht. Aktuell werden den erhobenen Zahlen zufolge immerhin 41 Prozent der innerstädtischen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Stadtverwaltung hat allerdings bereits verkündet, diesen Wert bis zum Jahr 2025 auf fünfzig Prozent steigern zu wollen. Ein anderes Infrastrukturprojekt könnte allerdings zunächst für einen Rückgang der Fahrradnutzung sorgen. Denn im Jahr 2019 soll die Kopenhagener U-Bahn ihren Betrieb aufnehmen – und könnte insbesondere bei schlechtem Wetter eine Alternative zum Fahrrad darstellen. Auf der anderen Seite sorgt ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz aber natürlich auch dafür, dass der eine oder andere sein Auto öfter mal stehen lässt.


Elektrofahrräder bieten ebenfalls eine Alternative zum Auto

Fahrradfahren verursacht keine Emissionen und kann helfen, innerstädtische Staus zu vermeiden. Zahlreiche Städte und Länder setzen daher inzwischen auf verschiedene Ansätze, um die Einwohner zur Nutzung des Rads zu bewegen. So plant die italienische Stadt Mailand, Berufspendler mit kleinen Geldprämien zu belohnen, wenn sie regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Der norwegische Staat wiederum investiert rund eine Milliarde Euro in den Ausbau von Schnellradwegen. Auch die technische Entwicklung dürfte dazu beitragen, dass Fahrradfahren immer populärer wird. Denn Elektrofahrräder können sogar dabei helfen, die körperliche Beanspruchung in Grenzen zu halten. Mit dem MATE eBike gibt es inzwischen sogar ein klappbares E-Bike speziell für den Stadtverkehr.

Via: Inhabitat

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.