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In Schottland könnte das größte Pumpspeicherkraftwerk Großbritanniens entstehen

Das kleine Schottland ist bereits heute so etwas wie der Vorreiter in Sachen Erneuerbare Energien auf der britischen Insel. Insbesondere der Ausbau der Windkraft wurde massiv vorangetrieben. Doch auch vor der schottischen Küste ist die Windstärke schwankend. Mal herrscht eher Flaute, mal weht eine kräftige Brise. Für die Stromnetze des Landes wäre es daher vorteilhaft, wenn man diese Schwankungen der Stromproduktion durch eine Speichertechnik ausgleichen könnte. So arbeitet man im nordrhein-westfälischen Lünen an einem Projekt, bei dem die Energie in alten Autobatterien gespeichert wird. Doch in der Praxis gibt es bisher nur eine Möglichkeit die Energie sinnvoll zwischenzuspeichern: In sogenannten Pumpspeicherkraftwerken.

Ursprünglich sollte der Ausfall von Atomkraftwerken abgefangen werden

Dabei wird Wasser in energiereichen Zeiten in die Höhe gepumpt und dann bei Bedarf durch Turbinen wieder herabgelassen. Ein solches Speicherkraftwerk entstand auch bereits in den 1960er Jahren in der Nähe der schottischen Stadt Oban. Ursprünglich war die Anlage dabei gedacht, um auch bei einem Ausfall eines Atomkraftwerks für eine sicherer Energieversorgung zu garantieren. Inzwischen werden damit aber vor allem die schwankenden Einspeisungen der Windenergie ausgeglichen. Der Betreiber Scottish Power hat dabei nun angeboten, durch den Bau eines zweiten Dammes die Kapazität des Kraftwerks von 400 MW auf rund 800 MW verdoppeln zu können. Kosten würde ein solcher Ausbau zwischen 300 und 400 Millionen Pfund.

Bisher noch keine Entscheidung über garantierte Einespeisevergütungen

Um die Investition abzusichern, fordert das Unternehmen dabei allerdings eine feste Vergütung für den gespeicherten und dann wieder abgegebenen Strom. Die britische Regierung erkennt zwar die Notwendigkeit weiterer Speicherkapazitäten grundsätzlich an, hat aber noch keine finale Entscheidung über eine solche Garantievergütung getroffen. Der grundsätzliche Ansatz, bestehende Pumpspeicherkraftwerke auszubauen, anstatt komplett neue Anlagen zu errichten, könnte aber auch für andere Länder wie Deutschland interessant sein. Denn so ließe sich die oftmals sehr langwierige Planungsphase deutlich verkürzen. Ungekrönter Weltmeister in Sachen Pumpspeicherkraftwerke ist aber auch weiterhin Norwegen – was unter anderem den Bau des größten Onshore-Windparks der Welt ermöglicht.

Via: Treehugger

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1 Kommentar

  1. Aber bei Atomkraft zu fördern ist kein Problem , ja ne is klar -.-

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