In urbanen Umgebungen herrscht permanenter Platzmangel. Was bereits für Großstädte in Deutschland gilt, muss erst recht für chinesische Mega-Städte gelten. So auch für Shanghai: In der Metropole mit etwa 24 Millionen Einwohnern sind die Preise für Baugrund in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich in die Höhe geschossen – was neben dem Platzfaktor ein Grund dafür ist, dass das Bauen in die Höhe sich in Shanghai mehr als lohnt, was man der Skyline der Stadt auch deutlich ansieht. Das internationale Architekturbüro Sasaki hat kürzlich Pläne bekannt gegeben, die den Bau in die Höhe mit der Produktion von Nahrungsmitteln kombinieren: Ein ganzes Viertel mit vertikalen Farmen mit insgesamt 100 Hektar Anbaufläche soll die Einwohner Shanghais mit frischem Obst und Gemüse versorgen – und außerdem als Zentrum für Innovation und Bildung dienen.


Farm-Viertel kombiniert Nahrungsanbau mit Bildung

Die Farmen soll sich über ein komplettes Viertel erstrecken, das von Sasaki au den Namen Sunqiao Urban Agricultural District getauft wurde. Die Pläne sehen neben „klassischen“ vertikalen Farmen auch Algen-Farmen und sogar Samen-Bibliotheken vor. Das Konzept setzt dabei auf verschiedene Anbauformen, darunter auch hydroponische und aquaponische Methoden.


Das Viertel soll nicht nur auf den nachhaltigen Anbau von Nahrung setzen, sondern auch als Bildungsstätte fungieren. Außerdem soll es auch als Community-Center dienen – die Einwohner der umliegenden Viertel können auf Marktplätze und Restaurants zurückgreifen. „This approach actively supports a more sustainable food network while increasing the quality of life in the city through a community program of restaurants, markets, a culinary academy, and pick-your-own experience. As cities continue to expand, we must continue to challenge the dichotomy between what is urban and what is rural. Sunqiao seeks to prove that you can have your kale and eat it too„, so heißt es von Seiten Sasakis.

Die Besucher des Viertels werden die Möglichkeiten erhalten, an Führungen durch die einzelnen Farmen teilzunehmen und so mehr über die Anbaumethoden und die Technologien, auf die diese beruhen zu lernen. Außerdem ist ein Wissenschafts-Museum vorgesehen. Es soll auch familienfreundliche Events und Workshops für Kinder geben. So möchte Sasaki gewährleisten, dass die Bevölkerung möglichst viel über modernen, urbanen Nahrungsanbau lernt.

Vertikale Farmen können nicht nur in großen Städten eine Lösung für effizienten Nahrungsanbau sein, sondern werden auch von mehreren Seiten als Lösung für das Welthungerproblem propagiert.

via Archdaily

"

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.