3D-Drucker gelten bei vielen Experten als Technologie der Zukunft. Dies liegt vor allem an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. So produzieren beispielsweise die Soldaten auf dem US-Flugzeugträger USS Harry Truman kurzfristig benötigte Ersatzteile mithilfe der neuen Drucktechnik. Auf der anderen Seite hat die italienische Firma WASP aber auch einen zwölf Meter großen 3D-Drucker entwickelt, der ganze Häuser aus Erde und Stroh errichten kann. Das spanische Ingenieurbüro Acconia wiederum hat nun eine weitere Anwendungsmöglichkeit erstmals konkret in die Praxis umgesetzt: Den 3D-Druck einer Fußgängerbrücke. Diese ist zwölf Meter lang und 1,75 Meter breit und im Parque Castilla La Mancha in der Madrider Vorstadt Alcobendas zu finden.


Foto: Institute for Advanced Architecture of Catalonia
Foto: Institute for Advanced Architecture of Catalonia

Es ist das erste Projekt dieser Art in Spanien überhaupt

Als Material für den Bau der neuen Brücke diente flüssiger Beton, der durch den 3D-Drucker in die gewünschte Form gebracht wurde. Diese Technik ist auch als Contour Crafting bekannt und soll beispielsweise den Bau von Häusern innerhalb kürzester Zeit ermöglichen. Bisher wurden faktisch aber noch nicht besonders viele Hochbauprojekte mit der neuen Technik auch tatsächlich realisiert. Die Fußgängerbrücke im Parque Castilla La Mancha ist beispielsweise das erste derartige Projekt in Spanien überhaupt. Sie soll daher auch dazu dienen, die Funktionsfähigkeit der 3D-Druck-Technik unter Beweis zu stellen. Das Design der insgesamt achtteiligen Brücke wurde zudem in Zusammenarbeit mit dem „Institut für moderne Architektur Katalonien“ entwickelt und soll die in der Natur vorkommenden Formen widerspiegeln.

Auch andere Parkelemente könnten so gestaltet werden

Denkbar ist zudem, dass zukünftig auch weitere Elemente des Parks mithilfe von 3D-Druckern gestaltet werden. So ist es beispielsweise möglich, Parkbänke oder Mülleimer auf diese Weise vor Ort herzustellen. Der Vorteil der Technik besteht darin, dass sie sehr vielseitig ist und fast alle Formen produzieren kann. Zudem sollen die Kosten um etwa die Hälfte niedriger liegen als bei klassischen Betonbauten. Eine Fußgängerbrücke aus dem 3D-Drucker entsteht zudem gerade in Amsterdam. Dort kommt als Material allerdings Metall zum Einsatz, das von Robotern automatisiert in die gewünschte Form gebracht wird.


Via: Inhabitat

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