Crowdfunding bietet ein enormes Potential. Zahlreiche Projekte erwiesen sich bereits als äußerst erfolgreich. So beispielsweise die auf diese Weise finanzierte Smartwatch Pebble, die sich schon mehr als eine Millionen Mal verkauft hat. Auch wir bei Trends der Zukunft berichten immer wieder über neue und spannende Projekte, die per Crowdfunding realisiert werden sollen. Zur Wahrheit gehört dabei aber auch: Nicht alle Projekte sind seriös durchgeplant, einige kommen sogar niemals zum Abschluss. Der Kunde hat dann unter Umständen viel Geld investiert – und das versprochene Produkt wird nie ausgeliefert.


Indiegogo

Ruf des Crowdfunding soll geschützt werden

Dies ist für den einzelnen Investor ärgerlich, bringt aber auch das Crowdfunding generell in Verruf. Die einzelnen Plattformen haben daher durchaus ein Interesse, die zahlenden Unterstützer vor unseriösen Angeboten zu schützen. Die Crowdfunding-Börse Indiegogo testet deswegen momentan eine freiwillig abzuschließende Versicherung. Dabei zahlt man zusätzlich zu der investierten Summe noch einen Versicherungsbeitrag – erhält dafür aber auch sein Geld zurück, sollte das Projekt nicht innerhalb einer bestimmten Frist zum Abschluss kommen.


Die Idee klingt recht vielversprechend, bisher ist sie allerdings nur bei drei potentiellen Projekten verfügbar und zudem reichlich teuer. So soll ein per Crowdfunding finanziertes Elektrobike 600 Dollar kosten und die entsprechende Versicherungssumme bei stolzen 120 Dollar liegen.

Kaum Abschlüsse bisher

Diese stolze Summe lässt auch Rückschlüsse auf die Kalkulation von Indiegogo zu. Der Konzern selbst scheint davon auszugehen, dass ein nicht unbedeutender Teil der Projekte tatsächlich ohne fertiges Produkt endet. Andernfalls müsste er nicht eine solch hohe Versicherungsprämie veranschlagen. Bisher erweist sich die Crowdfunding-Versicherung auch noch nicht als besonders beliebt bei den Investoren. Von den 366 Unterstützern des Elektrobikes entschied sich bisher keiner für den zusätzlichen Versicherungsschutz. Unternehmenschef Slava Rubin betonte deswegen auch, dass es sich lediglich um einen Test handelt. Die einzelnen Parameter der Versicherung könnten noch geändert werden.

Quelle: TechCrunch

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