Im November des vergangenen Jahres startete der kalifornische Taxi-Dienst Uber eine Preisoffensive in Indien. Das Unternehmen wollte sich so in die Lage versetzen, mit den traditionellen Autorikschas zu konkurrieren und so die wachsende Mittelschicht des Landes als Kunden gewinnen. Seitdem allerdings kam das kalifornische Startup in Indien nicht mehr aus den Negativschlagzeilen heraus. Neben zahlreichen Scharmützeln mit den indischen Behörden, sorgte vor allem der Vorwurf, in Neu Delhi sei eine Kundin von einem Uber-Fahrer vergewaltigt worden, für Aufregung. Daraufhin wurde der Taxi-Dienst in der indischen Hauptstadt sogar verboten.


Uber App

Freunde können Fahrt digital mitverfolgen

Gerüchten zufolge soll zudem auch die Millionenmetropole Mumbai einen Uber-Bann planen. Auf diesen Druck reagiert das US-Unternehmen nun und möchte mit verschiedenen neuen Funktionen die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen. Zentrales Element dabei ist ein, in die App integrierter, Panik-Button. Wird dieser gedrückt, gelangt der digitale Hilferuf automatisch zu einem 24-Stunden-Nottfallteam des Unternehmens. Die speziell geschulten Mitarbeiter dort sollen dann weitere Hilsmaßnahmen ergreifen. Parallel dazu können die Fahrgäste ihre Uber-App auch mit bis zu fünf Freunden synchronisieren. Diese können dann die Fahrtroute live mitverfolgen und bei auffälligen Abweichungen nachhaken.


Hintergrundchecks der Fahrer intensiviert

Damit solche Notfälle allerdings gar nicht erst passieren, werden zudem die Backgroundchecks der Fahrer weiter intensiviert. Dafür hat sich Uber die Dienste eines auf solche Überprüfungen spezialisierten Unternehmens gesichert. Zukünftig soll kein Fahrer mehr aufgenommen werden, der nicht sowohl die interne, als auch die externe Sicherheitsüberprüfung durchlaufen hat. Auf diese Weise sollen weitere Vorfälle wie in Neu Delhi verhindert werden. Das Unternehmen betont allerdings, dass es auch bisher schon Überprüfungen der vermittelten Fahrer gab.
Ob diese Maßnahmen allerdings ausreichen, um die indischen Behörden von weiteren Verboten abzuhalten, ist alles andere als sicher. Denn der indische Taxi-Markt ist streng reguliert und sieht eine private Fahrtenvermittlung wie sie Uber anbietet eigentlich nicht vor.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.