IntelligentX: Künstliche Intelligenz hilft beim Bierbrauen

Schon oft haben wir darüber berichtet, dass intelligente Roboter und schlaue Algorithmen in Zukunft Aufgaben übernehmen werden, die heute noch menschliche Mitarbeiter erledigen. Tatsächlich kommen bereits heute in immer mehr Branchen entsprechende Lösungen zum Einsatz. Das Unternehmen IntelligentX hat sich dabei nun die Bierbrauer vorgenommen. Eine künstliche Intelligenz fragt dabei Kundenmeinungen ab, analysiert diese mit Hilfe eines speziellen Algorithmus und kreiert daraus dann Empfehlungen für den Brauvorgang. Auf diese Weise kann der Geschmack des Biers exakt an die Wünsche der Kundschaft angepasst werden. Aktuell sind dabei vier Biersorten auf dem Markt, die auf die Hilfe der Künstlichen Intelligenz setzen.

Via: Engadget.com

Die Fragen des Chatbots ergeben sich aus den vorherigen Antworten

Technisch umgesetzt wird dies mit Hilfe eines Chatbots im Facebook Messenger. Diesen erreichen die Kunden, indem sie einen entsprechenden Code auf der Bierflasche scannen. Anschließend müssen sie dann eine Reihe von Fragen beantworten. Anders als bei einem herkömmlichen Fragebogen, beantworten allerdings nicht alle Teilnehmer dieselben Fragen, sondern diese werden anhand der vorherigen Antworten ausgesucht und angepasst. Die dabei gewonnenen Daten werden dann analysiert und in konkrete Handlungsanweisungen umgewandelt. Der Clou dabei: Es handelt sich um eine lernenden künstliche Intelligenz. Der Algorithmus überprüft also anhand des neu hereinkommenden Feedbacks den Erfolg vergangener Maßnahmen – und soll so immer besser den Geschmack der Kunden treffen.

Der Chatbot simuliert das Gespräch zwischen Braumeister und Endkunde

Die aktuell vier Biersorten, die IntelligentX in Großbritannien auf dem Markt hat, wurden zuletzt einer einjährigen Testphase unterzogen, in der bereits der Computer die Auswertung des Kundenfeedbacks übernahm. Im Schnitt etwa einmal pro Monat wurde der Brauprozess dann an die Rückmeldungen angepasst. Theoretisch könnte der Braumeister natürlich auch selbst mit den Kunden sprechen – doch würde ein solches Vorgehen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Nutzung des intelligenten Chatbots. Dieser kann zudem theoretisch hunderte Gespräche gleichzeitig führen und so die benötigten Daten deutlich schneller einsammeln und analysieren.

Via: Engadget