Home » Internet » Internet der Dinge: IBM startet eine Offensive

Internet der Dinge: IBM startet eine Offensive

IBM verschwendet keine Zeit, wenn es um das “Internet der Dinge” geht. Das Unternehmen hat kürzlich eine Strategie vorgestellt, die ein 3 Milliarden Dollar Investment in diesen Bereich vorsieht, mit dem auch eine neue Plattform innerhalb der bereits bestehenden Infrastruktur des Unternehmens aufgebaut werden soll.

IBM Logo

Foto: Sticky IBM, ChrisDag, Flickr, CC BY-SA 2.0

Das Internet der Dinge – Was ist das überhaupt?

Der Begriff “Internet der Dinge” beschreibt das wachsende Netzwerk an Sensoren, sei es in Smartphones oder in Jet-Turbinen. Statt das Internet als Netzwerk von Computern zu begreifen, sieht das “Internet der Dinge” das Netz als einen Zusammenschluss von smarten Alltagsgegenständen, die eine immer größer werdende Datenmenge austauschen.

Die neue Initiative soll IBM an die Spitze der Bewegung hin zum Internet der Dinge setzen und eine Plattform bereitstellen, mit der die Entwickler Apps entwerfen können, die die riesigen Datenmengen auch nutzen. Eckpunkte der Strategie sind Partnerschaften mit großen Diensten. So hat IBM zum Beispiel im letzten Jahr eine Partnerschaft mit Twitter geschlossen. In diesem Jahr folgte ein Zusammenschluss mit The Weather Company.

Eine Plattform für Entwickler

Laut Joel Cawley von IBM hat das Unternehmen bereits seit längerem mehrere kleine Plattformen, die sich am Internet der Dinge orientieren. Diese seien bisher aber stark fragmentiert gewesen. Das Unternehmen möchte diese Dienste und Möglichkeiten nun in einer einzigen Plattform vereinen und ausweiten, sodass es für die Entwickler einfacher ist, Applikationen rund um das Internet der Dinge zu programmieren.

Die Plattform beinhaltet Analyse-Tools, eine eigene Unterkategorie auf der IBM-Plattform Bluemix sowie eine Erweiterung des “IoT-Ökosystems”, was sich auf die neu geschlossenen Partnerschaften bezieht.

*“When I think about this, my business is building service delivery environments. We have been looking for a handful of anchor tenants. Twitter and The Weather Company are great anchor tenants. We can build a lot of stuff around this*”, so Cawley.

Partnerschaft mit The Weather Company

Wie IBM sich die Zukunft des Internet der Dinge vorstellt, lässt sich an der Partnerschaft mit The Weather Company zeigen. Das Unternehmen unterhält Wettersensoren, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Insgesamt betreibt The Weather Company weltweit 100.000 Wetterstationen. Die gesammelten Daten werden bereits heute von Versicherungsgesellschaften, Energieunternehmen und Regierungsorganisationen verwendet. IBM hat es auf solche Daten abgesehen. Denn genau darum geht es beim Internet der Dinge: Daten. Wer möglichst viel davon besitzt, und sie dann noch in Echtzeit nutzen kann, dem gehört die Zukunft.

Cawley weist als Beispiel auf ein Projekt in China hin, bei dem IBM Daten über Luftverschmutzung gesammelt und ausgewertet hat. Ähnliche Projekte könnten auch durch die Entwickler verwirklicht werden, indem weltweit gesammelte Daten genutzt und ausgewertet werden.

Mit der Plattform für das Internet der Dinge möchte IBM sich für unabhängige Entwickler interessanter machen. Der Erfolg des Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, ob die Entwickler sich von der Vision IBMs mitreißen lassen werden.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.


PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Diese Stellenanzeigen könnten dich interessieren


1 Kommentar

  1. Terminator 5 – Genesis ist Skynet (kann verschiedene Namen haben)

    Eine künstlich erschaffene Intelligenz wie in T5, die rational Denkt,
    darf keine Kontrolle über das Internet der Dinge (IPv6) bekommen.

    Entweder muss dieser KI wie einem Kind beigebracht werden zu lernen, was es heißt Mensch zu sein mit Emotionen, natürlich über optimale Erziehungsmaßnahmen.
    Oder aber wie im Film Transcendence (Johnny Depp), ein menschliches Bewusstsein (900TB aus Stargate Univers) wird Digitalisiert.
    Diese kann dann auf das gesamte Internet fürs stillen des Hungers nach Wissen, um schneller optimalere Problemlösungen/Weiterentwicklungen zu erschaffen.

    Niemand gibt einem unerfahrenen Kind, was über unendliche Möglichkeiten verfügt, in einer nicht nachvollziehbaren Geschwindigkeit die Möglichkeit, alle elektronischen Geräte auf der Welt steuern zu können!
    Warum also einer KI die vollständige Kontrolle überlassen?

    Schaut Euch „Person of Interest“ an, dort wurde auch nicht das 1. Exemplar an KI auf die Menschheit bzw. deren technologischen Möglichkeiten losgelassen…

    Leute, wie sagte Einstein einmal: „Ich kenne keine Maus, die sich selbst eine Mausefalle baut“, oder so ähnlich!

Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht! Pflichtfelder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>