Bevor die ersten richtigen Smartphones auf den Markt kamen, boomte das Geschäft mit Digitalkameras. Mit diesen konnte man nicht mehr machen als Fotos zu schießen – immerhin musste aber kein Film bezahlt und entwickelt werden. Inzwischen sind die Kameras in den Handys aber so gut, dass die damit gemachten Bilder ähnlich gut sind wie bei einer herkömmlichen Digitalkamera. Die Handyhersteller haben auch im Bereich der Kameratechnik eine große Expertise aufgebaut.


Apple versucht nun, diese durch den Kauf des Startups InVisage Technologies weiter auszubauen. Die Firma hat einen innovativen Bildsensor auf Basis der Quantenpunkte-Technik entwickelt. Dadurch können die Bilder besser ausgeleuchtet werden und erreichen eine höhere Qualität.

Bild: Techcrunch

Das komplette Lichtspektrum kann aufgenommen werden

Anstelle des normalerweise genutzten Siliziums wird dabei ein QuantumFilm verwendet, um die eingehenden Lichtstrahlen zu absorbieren. Der Vorteil: Mit der neuen Technik kann das volle Lichtspektrum aufgenommen werden – was für die besonderen Fotos sorgt. Außerdem ist der QuantumFilm rund zehn mal dünner als die Siliziumschicht. In Taiwan hat InVisage bereits ein eigenes Werk aufgebaut und kann dort die Sensorchips in hoher Qualität produzieren. Was genau Apple mit dem Startup vorhat, ist allerdings noch unklar. Der Konzern wollte sich dazu nicht näher äußern. Grundsätzlich sind aber viele Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Von der Integration der Technologie in die Kamera des iPhones bis hin zur Nutzung in Anwendungen mit Augmented Reality.


Der Kaufpreis dürfte bei mehr als 100 Millionen Dollar liegen

Interessant ist zudem der Punkt, dass durch die besser ausgeleuchteten Bilder die Gesichtserkennung leichter erfolgen kann. Auch in diesem Bereich könnte die Technologie also Verwendung finden. Was sich Apple den Kauf des Startups hat Kosten lassen, ist nicht bekannt. In der Vergangenheit hatten Risikokapitalgeber aber mehr als 100 Millionen Dollar in InVisage Technologies investiert. Es ist davon auszugehen, dass nun mindestens diese Summe wieder hereingeholt wurde. Apple selbst gibt sich bei Foto- und Videosensoren in der Regel nicht mit Standardprodukten zufrieden, sondern verlangt von den Zulieferern spezielle Anfertigungen. Der Konzern hält zudem zahlreiche Patente in diesem Bereich.

Via: Techcrunch

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