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Italienische Forscher arbeiten an kompostierbaren Robotern

Roboter bestehen zum größten Teil aus Metall und Plastik. Am Ende ihres Lebenszyklus verrotten sie also nicht so einfach wie der menschliche Körper, sondern müssen aufwendig recycelt werden. Aktuell ist die dadurch entstehende Menge an Plastikmüll noch eher unproblematisch. Doch je mehr Aufgaben Roboter zukünftig übernehmen sollen, desto drängender wird dann auch die Frage ihrer Entsorgung. Wissenschaftler am „Italian Institute of Technology“ arbeiten daher aktuell an kompostierbaren Roboterbauteilen. Konkret handelt es sich dabei um eine neue Art von Bioplastik, die aus Essensresten entstehen soll. Die Forscher versprechen dabei, dass das neue und biologisch abbaubare Plastik sowohl flexibel, als auch hart sein kann.

Nao oboter

Roboter aus nicht abbaubarem Plastik könnten bald der Vergangenheit angehören. Hier zu sehen: Der Bildungsroboter Nao (Bild: Nao)

Die Entwicklungsarbeit soll bereits in wenigen Jahren abgeschlossen sein

Es kann demnach also sowohl im Inneren eines Roboters verbaut werden, als auch quasi als dessen Haut dienen. Geplant ist dabei ein dreistufiger Fortschrittsprozess: „Es wird uns helfen leichtere Roboter zu entwickeln, dann effizientere und schließlich recycelbare“, so Nikos Tsagarakis, einer der beteiligten Forscher. Die Arbeiten sind dabei bereits über das grundsätzliche Ideenstadium hinaus. Athanassia Athanassiou, Leiterin der zuständigen Forschungsabteilung, geht jedenfalls davon aus, dass komplett biologisch abbaubare Roboter schon in wenigen Jahren produziert werden können. Ein solches Material wäre allerdings natürlich nicht nur beim Bau von Robotern von Interesse. Auch Drohnen könnten so umweltfreundlicher gestaltet werden – auch wenn bereits eine abbaubare Drohne auf dem Markt ist.

Theoretisch könnten sich die Roboter nach einem Einsatz selbst entsorgen

An Einsatzmöglichkeiten für biologisch abbaubare Roboter mangelt es dafür nicht. Bereits im Jahr 2012 brachte Professor Jonathan Rossiter von der „University of Bristol“ dafür ein anschauliches Beispiel: „Immer wenn ein abbaubarer Roboter seine Mission beendet hat, beispielsweise die Umweltschäden eines Öllecks beseitigt hat, kann er ganz einfach in harmloses Material zerfallen“. Aus ökonomischer Sicht dürfte es aber durchaus wünschenswert sein, die Roboter mehrmals zum Einsatz zu bringen, bevor sie dann auf umweltfreundliche Weise entsorgt werden können. Immerhin sollen zukünftig sogar Weltraumraketen mehrmals verwendet werden.

Via: Popsci

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