Japan ist führend bei der Entwicklung von Robotern. Diese kommen bisher vorwiegend in der Produktion zum Einsatz, sollen zukünftig aber auch Jobs mit direktem Kundenkontakt übernehmen. Im immer älter werdenden Japan arbeiten zum Beispiel zahlreiche Firmen daran, Teile der Alten- und Krankenpflege von künstlichen Mitarbeitern übernehmen zu lassen. Der Unternehmer Hideo Sawada wählte nun aber einen anderen Ansatz: In der Nähe eines Vergnügungsparks eröffnete er ein Hotel, das vorwiegend von Robotern betrieben wird, wir haben bereits darüber berichtet. So wurden beispielsweise der Rezeptionist, der Concierge und der Kofferträger durch Maschinen mit künstlicher Intelligenz ersetzt. In einem Videoclip werden die Roboter nun vorgestellt.


Roboter sollen Übernachtungskosten niedrig halten

Sawada legt dabei Wert darauf, dass es sich nicht um einen reinen Werbegag handelt. Vielmehr hat das Projekt einen durchaus ernst zu nehmenden Hintergrund: Aufgrund der hohen Lohnkosten sind die Hotelpreise in Japan überdurchschnittlich hoch. So starten die Preise für eine Übernachtung im neuen Henn-na Hotel bei 80 Dollar. Vergleichbare Hotels mit menschlichen Mitarbeitern kosten schon einmal mehr als das Dreifache „Ich wollte Innovationen präsentieren und ich wollte etwas gegen steigende Hotelpreise tun“, erklärt Sawada sein Konzept. Die Technik, auf deren Basis die Roboter konzipiert wurden, wurde dabei bereits vor rund einem Jahrzehnt an der „Osaka University“ entwickelt. Der Hersteller Kokoro spricht auch von „Actroids“.


Einige Aufgaben müssen auch weiterhin von Menschenhand übernommen werden

Die Roboter sollen nämlich nicht nur in der Lage sein, einfache Fragen zu verstehen und zu beantworten, sondern auch Körpersprache identifizieren können. Allerdings gibt es auch noch einige Limitierungen. So kann der künstliche Concierge zwar Informationen aufsagen, aber keine Taxis rufen und erst recht keine Theaterkarten reservieren. Und zwei Bereiche müssen auch weiterhin alleine von menschlichen Kräften übernommen werden. Die Bilder der Überwachungskameras werden von echten Sicherheitsleuten ausgewertet. Und auch die Betten werden nicht von Robotern gemacht, sondern von echten Zimmermädchen.

Via: The Guardian

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