senioren-jobsWie der Spiegel berichtete werden Jobs für Senioren zunehmend gesucht. Es braucht ein Umdenken in unserer Gesellschaft. Die Dreiteilung des Lebens in Bildung – Arbeit – und Ruhestand ist nicht mehr zeitgemäß. Die Pensionen für Senioren übersteigen schon jetzt die Einnahmen aus den Beiträgen der aktuell berufstätigen – und dieser Trend wird sich in Zukunft noch verstärken.


Die Folge davon werden drastisch niedrigere Pensionszahlungen sein, was Senioren dazu drängen wird wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Experten fordern deshalb einen eigenen „Senioren-Arbeitsmarkt“ einzurichten, wo speziell Jobs für Senioren vermittelt werden.

Die Kunst wird darin bestehen Arbeit auch im Ruhestand noch attraktiv zu gestalten. So dürfen Senioren nicht dafür „bestraft“ werden, wenn Sie Geld dazu verdienen, indem ihnen z.B. auf der anderen Seite ihre Pension um die Mehreinnahmen gekürzt werden. Auch die strikten Tarifregelungen müssen im Bezug auf Senioren möglicherweise überdacht werden. Denn dem Inhaber eines Betriebes mag es ja vielleicht noch egal sein, wenn der Rentner nun mal eben etwas länger für das einräumen der Regale braucht – wenn er dafür dann eben auch einen dementsprechend niedrigeren Lohn bezahlen kann.


Doch arbeiten in der Pension muss nicht nur einen finanziellen Aspekt haben. Auch die soziale Integration von Senioren in die Gesellschaft und das psychologische Gefühl „gebraucht“ zu werden helfen älteren Menschen dabei gesund und zufrieden zu sein und dies auch nach dem Ruhestand weiterhin zu bleiben.

Jobs für Senioren sind also auf jeden Fall ein Thema, dass uns auch in Zukunft sicher noch beschäftigen wird.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

3 Kommentare

  1. Angela

    29. Juni 2010 at 07:12

    Eigentlich ist das gar nicht so übel, wenn die Senioren beschäftigt werden, eben aus dem im unteren Abschnitt genannten Grund, dass sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Leider sieht man es doch so oft, dass alte Menschen richtig abbauen, sobald sie ein lieb gewonnenes Hobby, also ihre Leidenschaft, aufgeben (das konnte ich selbst bei mir im Familienkreis beobachten). Das Ganze ist jedoch nicht mehr so schön, wenn man die Hintergründe betrachtet: Senioren müssen arbeiten, um ihren Lebensstandard zu halten, sie tun es nicht, weil sie es wollen – und das ist in meinen Augen verkehrt. Wenn sie sich anderweitig beschäftigen möchten, finde ich das wirklich toll und halte es auch für förderungswürdig. Ich habe mich einmal etwas näher informiert und herausgefunden, dass manche Menschen sogar sozusagen einer Altersteilzeit Nebenbeschäftigung nachgehen, sprich: Sie haben einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen, möchten sich aber noch anderweitig betätigen. Meiner Meinung nach ist das toll, wenn es aus freien Stücken geschieht oder zumindest nicht unbedingt sein müsste. Und selbst das ist reglementiert, denn der Gesetzgeber hat die Hinzuverdienstgrenze für 400 Euro gesetzt, wenn es sich um ein durch die BfA gefördertes Altersteilzeitverhältnis handelt. Ich hoffe wirklich, dass wir später nicht alle um Jobs ringen müssen, sondern wenigstens im Alter das machen können, was uns am meisten Spaß macht.

  2. Friedrich

    10. Juni 2011 at 16:24

    Leider findet man nur sehr selten auch einmal konkrete Jobangebote für Senioren die über eine Gartenhilf hinausgehen. Für alle, die wie ich, auch schon viel gesucht haben und bislang immer erfolglos waren. Hier der Link zu einer Webseite die speziell Jobangebote für Senioren anbietet. Dabei können arbeitswillige Rentner ein Profil von sich hinterlegen und sich dann auf die ausgeschriebenen Projekte bewerben. Die Ausgestaltung der Zusammenarbeit findet ausschließlich direkt zwischen Rentnern und den Unternehmen statt. Das finde ich besonders charmant, da ich dann selber bestimmen kann wie lange und zu welchen Konditionen ich arbeite. Hier der Link zu der Seite, die auch viele Informationen rund um das Thema arbeiten im Ruhestand bietet http://www.sentiso.de/

  3. Basti

    12. Juni 2012 at 18:06

    Grundsätzlich gebe ich meinen Vorrednern Recht, muss aber auch sagen, dass das meines erachtens langfristig keine lösung sein kann. Worauf ich hinaus will ist, dass wir auf Grund, wie oben beschrieben, der demographischen Entwicklung immer mehr Renter als Berufstätige haben werden. Also sollte doch nicht der Lösungsweg sein zu gucken wie wir die Menschen die ein lebenlang hart gearbeitet habe irgendwie weiter beschäftigen können, weil ihre Renten zu knapp sind, sondern man sollte an einer Lösung arbeiten die unser Rentensystem betrifft.
    Ist es nicht sinnvoller mit einem riesen Staatskredit die momentanen Rentenansprüche, die entstanden sind, zu begleichen und einen Rentenfond einzurichten wo jeder durch Pflichtzahlungen wie bisher einen soliden Rentenanspruch zu ersparen ? Denn so wie es bisher aussieht werden die heute 20jährigen wegen des Generationsvertrags kaum noch einen Anspruch auf eine staatliche Rente haben, obwohl sie jeden monat einzahlen müssen.
    Klar wäre es eine unglaublich hohe einmal Belastung für den Staat aber könnte sich langfristig rentieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.