Schon heute sind auf den Straßen Kaliforniens zahlreiche Fahrzeuge unterwegs, die theoretisch bereits autonom fahren können. Insgesamt 36 Firmen haben entsprechende Testlizenzen beantragt und erhalten. Bisher musste aber dennoch immer ein Mensch mit im Fahrzeug sitzen, um im Notfall eingreifen zu können. Diese Voraussetzung soll nun aber entfallen. Erstmals könnten dann Autos vollkommen alleine durch die Gegend fahren. Allerdings müssen die Hersteller so hohe Vorgaben erfüllen, dass ein Verkauf an Privatpersonen ausgeschlossen scheint. So liegt die Haftung für mögliche Unfälle immer beim Autobauer. Dieser muss daher nachweisen, dass er über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um im Zweifelsfall auch zahlen zu können. Ist dies nicht gewährleistet, wird das Auto sofort stillgelegt – selbst wenn es bereits verkauft wurde.

Eine Blackbox sichert alle relevanten Daten

Es ist daher davon auszugehen, dass die Autos zunächst als Taxis, Mietwagen oder Leasingfahrzeug genutzt werden. Auch hier sind die Hürden aber hoch: So muss eine dauerhafte Funkverbindung zwischen dem Auto und der Leitstelle bestehen. Über diese müssen die Mitfahrer mit menschlichen Mitarbeitern kommunizieren können. Eine Fernsteurungsoption ist aber keine Pflicht. Außerdem muss eine Blackbox integriert werden, in der bei einem Unfall alle relevanten Daten gespeichert werden. Die Hersteller sind zudem verpflichtet, konkret zu bennenen, unter welchen Bedingungen die Fahrzeuge autonom fahren können. Sind diese nicht gegeben, muss das Auto im Zweifel anhalten oder manuell gesteuert werden.

Updates für Software und Karten sind Pflicht

Konkret bedeutet das: Wird ein Auto für Fahrten bei Tageslicht angemeldet, darf es bei Dämmerung und in der Nacht nicht fahren. Auch die möglichen Witterungsbedingungen und Geschwindigkeiten müssen angegeben werden. Die Behörden verzichten allerdings darauf, die Angaben der Hersteller durch unabhängige Tests zu überprüfen. Geregelt wurde zudem die Notwendigkeit von Software Updates. Diese müssen von den Herstellern bei jeder Änderung der Straßenverkehrsordnung – und mindestens einmal jährlich – bereitgestellt werden. Die Fahrzeugnutzer sind verpflichtet, diese Updates auch zu installieren – andernfalls darf das Auto nicht autonom fahren. Auch das zur Verfügung stehende Kartenmaterial muss auf dem neuesten Stand gehalten werden.

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