Es gibt eine ganze Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, die man ergreifen kann, um das eigene Smartphone vor Diebstählen zu schützen. Dennoch stieg die Zahl der illegal entwendeten Mobiltelefone in den letzten Jahren kontinuierlich an. Im US-Bundesstaat Kalifornien scheint sich nun allerdings eine Trendwende anzudeuten. Seit Apple sein iPhone mit einem so genannten „Kill Switch“ ausgestattet hat, werden dort rund 40 Prozent weniger der Handys mit dem Apfellogo gestohlen. Der „Kill Switch“ verhindert allerdings unmittelbar keine Diebstähle, sorgt aber anschließend dafür, dass alle persönlichen Daten gelöscht werden und das Smartphone nicht mehr genutzt werden kann.


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Lamborghini – Luxus-Smartphone sollte vor Dieben gesichert werden

Große Hersteller reagierten freiwillig

Die kalifornischen Sicherheitsbehörden drängen seit langem auf die Installation einer solchen Funktion, weil sie hoffen, so den Markt für gestohlene Smartphones austrocknen zu können. Apple hat auf diesen Wunsch bereits im September 2013 reagiert und eine so genannte „Activation Lock“ in seine Geräte integriert. Samsung reagierte im April 2014 und stattete sein Smartphone Galaxy S5 mit einer ähnliche Funktion aus. Auch Google hat inzwischen eine entsprechende Vorrichtung in sein Betriebssystem Android eingebaut.

Gesetzliche Vorgabe ab Juli 2015

Kalifornien aber geht zukünftig noch einen Schritt weiter. Ab dem 01. Juli 2015 dürfen dort keine neuen Smartphones mehr verkauft werden, die nicht über eine „Kill-Switch“-Funktion verfügen. Auch wenn diese Vorgabe sich lediglich auf Kalifornien beschränkt, dürfte sie aus Praktikabilitätsgründen doch dazu führen, dass sämtliche Smartphones nach diesen Vorgaben produziert werden. Die kalifornischen Sicherheitsbehörden gehen dann davon aus, dass die Zahl der Diebstähle weiter sinken wird.
Wer sein Smartphone also künftig gestohlen bekommt, kann mit Hilfe der „Kill-Switch“-Funktion sein Handy zwar nicht wiederbekommen. Er kann aber immerhin dafür sorgen, dass solche Diebstähle sich nicht lohnen und somit weitere Smartphone-Besitzer vor ähnlichem Unheil schützen.


Quelle: Computerworld

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