Kalifornien gehört zu den US-Bundesstaaten die vergleichsweise stark auf die Nutzung der Erneuerbaren Energien setzen. Insbesondere die Solarkraftwerke sind aber noch sehr wechselhaft in ihrer Stromproduktion. In der Regel kommen daher flexible Gaskraftwerke zum Einsatz, um die Stromproduktion insgesamt konstant zu halten. Im Gebiet des kalifornischen Stromnetzbetreibers Southern California Edison (SCE) mussten die Gaskraftwerke allerdings abgeschaltet werden, weil ein unterirdischer Gasspeicher undicht wurde. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf einen riesigen Netzspeicher. Dieser besteht aus insgesamt 396 Tesla Powerpacks und kann bis zu 80 MWh Stunden Strom speichern und im Bedarfsfall wieder abgeben. Durch den Einsatz dieses Speichermoduls hofft der Netzbetreiber SCE zukünftig noch stärker auf Erneuerbare Energien setzen zu können.


Foto: Ernesto Sanchez/Edison International
Foto: Ernesto Sanchez/Edison International

Bis zum Jahr 2020 will Tesla Netzspeicher für 15 GW installieren

„Dieses Projekt ist Teil unserer Vision bei SCE, die Vorteile der Windkraft und der Solarenergie zu nutzen und ein flexibles Netz zu betreiben, das saubere Energie für unsere Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge liefert“, erklärte Unternehmenschef Kevin Payne anlässlich der Eröffnung der neuen Anlage. Wie bei Tesla üblich, handelt es sich zudem nur um den Beginn einer deutlich größeren Vision. Denn bis zum Jahr 2020 will das von Elon Musk geführte Unternehmen, weltweit Energiespeicher mit einer Leistung von 15 Gigawatt installieren – davon alleine 1,32 Gigawatt in Kalifornien. Eine simple Zahl zeigt aber, dass dies eine Mammutaufgabe werden dürfte: Bisher liegt die weltweite Speicherkapazität für Strom bei unter einem Gigawatt. Allerdings ist der technologische Fortschritt enorm. So ist es Tesla gelungen, das Projekt in Kalifornien innerhalb von drei Monaten zu realisieren. Noch vor kurzem wären dafür wohl mehrere Jahre benötigt worden.

Über die Kosten wurde Stillschweigen bewahrt

Mit Details zu dem nun eröffneten Netzspeicher halten sich die beiden beteiligten Unternehmen bisher noch zurück. Dies könnte gute Gründe haben. Denn es hat seinen Grund, weshalb es weltweit nur so wenige Stromspeicher gibt: Diese sind in der Regel – abgesehen von Pumpspeicherkraftwerken – ineffizient und unwirtschaftlich. Im Fall des Tesla Netzspeichers wurde daher bisher auch nicht bekannt, was die Anlage gekostet hat. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich um ein Prestigeprojekt handelt, bei dem Erfahrungen gesammelt werden sollen – und dementsprechend kein wirklich wirtschaftlicher Betrieb geplant ist. Unklar ist zudem auch noch, wie viele Ladezyklen die Akkus tatsächlich absolvieren können, bevor sie an Leistung verlieren.


Via: Inhabitat

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