Die Zahl ist ebenso faszinierend wie verstörend: Alleine in den Vereinigten Staaten werden täglich 500 Millionen Plastikstrohhälme verbraucht. Dies ist im Schnitt deutlich mehr als einer pro Einwohner. Dabei handelt es sich im Grunde um ein reines Luxusprodukt: Der Mensch ist durchaus in der Lage, sein Glas oder seine Flasche zum Mund zu führen und direkt daraus zu trinken. Nun kann natürlich jeder selbst entscheiden, wie er sein Getränk zu sich nehmen möchte. Die Strohhalme werden aber dann zum Problem, wenn sie als Plastikmüll in den Ozeanen landen und dort das Ökosystem bedrohen. Die in Seattle ansässige Lonely Whale Foundation hat sich daher zum Ziel gesetzt, den Strohhalm-Verbrauch in diesem Jahr um 500 Millionen Halme zu senken. Nun erhält die Organisation die Unterstützung der ganzen Stadt.


Fast alle bedeutenden Institutionen der Stadt stehen hinter der Aktion

Denn unter dem Motto „Strawless in Seattle“ haben zahlreiche bekannte Institutionen der Stadt angekündigt, im September komplett auf die Nutzung von Strohhalmen verzichten zu wollen. Dazu gehören unter anderem die Seattle Seahawks aus der Football-Liga NFL und das Baseball-Team der Seattle Mariners. Aber auch Touristenattraktionen wie das Seattle Aquarium sowie Restaurantketten und der Flughafen der Stadt beteiligen sich an der Aktion. Ins Leben gerufen wurde die Lonely Whale Foundation durch den Schauspieler und Umweltschützer Adrian Grenier. Dieser wird auch jetzt eingespannt, um weitere Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erzeugen. So wird er unter anderem den symbolischen ersten Wurf bei einem Baseball-Spiel übernehmen.


Die Kampagne soll vor allem das Problembewusstsein steigern

Strohhalme stellen allerdings natürlich nur einen kleinen Teil des insgesamt anfallenden Plastikmülls ins Seattle dar. Von daher ist unklar, inwieweit durch die verschiedenen Aktionen überhaupt ein spürbarer Effekt in den Ozeanen erreicht wird. Die Kampagne kann aber dazu beitragen, dass viele Bürger auf die Problematik aufmerksam werden und dann vielleicht auch in anderen Bereichen soweit möglich auf unnötiges Plastik verzichten. Dies hätte gleich mehrere Vorteile. Denn die starke Nutzung von Plastik ist nicht nur ein Problem für die Tierwelt, sondern eigentlich auch ökonomisch sinnlos, weil bei der Herstellung Erdöl benötigt wird und so begrenzte fossile Rohstoffe verbraucht werden.

Via: Treehugger

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