Vor kurzem berichteten wir über einen Durchbruch bei der Bekämpfung von Diabetes Typ 1. Ganz soweit ist es bei der Typ 2-Variante der Zuckerkrankheit zwar nocht nicht, kanadische Forscher haben nun aber eine Entdeckung gemacht, die letztlich auch hier zu einer dauerhaften Heilung führen könnte. In der menschlichen Bauchspeicheldrüse haben sie einen molekularen Pfad entdeckt über den der menschliche Körper mit Insulin versorgt wird. Dabei entdeckten sie auch eine Art Schalter, der die Menge des abgegebenen Insulins reguliert. Bei Patienten mit Diabetes Typ 2 ist dieser Schalter dauerhaft auf Aus geschaltet und verhindert so die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Die Forscher hoffen nun, herauszufinden, ob und wie sich der Schalter von außen beeinflussen lässt.


Zwei Füße stehen auf einer Personenwaage
Übergewicht gilt als einer der Hauptursachen für Diabetes Typ 2. Foto: Frank C. Müller [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Neue Behandlungsmethoden sollen Diabetes verzögern oder verhindern

Die Wissenschaftler an der University of Alberta haben dazu insgesamt 99 gespendete Bauchspeicheldrüsen untersucht und dabei insbesondere die Insulinproduzierenden Langerhans-Inseln ins Visier genommen. „Zu verstehen wie die Langerhans-Iseln in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren, funktionieren – und wie sie versagen können – könnte zu neuen Behandlungsmethoden für Diabetes führen, die die Krankheit verzögern oder sogar verhindern“, erläutert Professor Patrick MacDonald die Herangehensweise. Der nun entdeckte molekulare Pfad scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen und soll daher noch genauer unter die Lupe genommen werden. Gelänge es den Forschern die körpereigene Insulinabgabe wieder in Gang zu setzen, würde dies die Behandlung von Diabetes Typ 2 enorm vereinfachen.

Die Verbreitung von Diabetes Typ 2 nimmt zu

„Wir wissen bisher noch nicht genug, um Diabetes Typ 2 tatsächlich zu stoppen, aber es ist ein großer Schritt dahin, zu verstehen, wo genau das ursprüngliche Problem liegt“, ist Professor MacDonald überzeugt. Bis die neuen Erkenntnisse allerdings tatsächlich zu konkreten Behandlungsmethoden führen, dürfte noch einiges an Zeit vergehen. Der Kampf gegen Diabetes Typ 2 hat dabei in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Früher wurde die Krankheit auch als Altersdiabetes bezeichnet, heute tritt sie aber auch verstärkt bei Jüngeren auf – zuletzt sogar bei einem dreijährigen Mädchen.


Via: DigitalJournal

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