Der Kanadier Todd Reichard hat den Geschwindigkeitsweltrekord für von Menschenkraft angetriebene Fahrzeuge gebrochen. Mit seinem geschlossenen Liegefahrrad nahm er an der jährlich stattfindenden World Human Powered Speed Challenge in Nevada teil.


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Das siegreiche AeroVelo-Team / Foto: AeroVelo

AeroVelo baut auf frühere Erfolge auf

Speedjunkies aus aller Welt zieht es jedes Jahr nach Nevada, um das Maximum aus ihren pedalgetriebenen Fahrzeugen herauszuholen. Der 33-jährige Todd Reichert aus Kanada knackte dabei in diesem Jahr den Weltrekord, er trieb sein AeroVelo mit reiner Muskelkraft bis auf eine berauschende Geschwindigkeit von 85.71 mph, das sind 137.9 km/h. Er und sein Team hatten die Rekordfahrt schon längere Zeit im Blick: Im Juni dieses Jahres gab die AeroVelo-Mannschaft bereits bekannt, die bisherige Höchstmarke von 133.8 km/h übertreffen zu wollen, die der Niederländer Sebastiaan Bowler zuvor gesetzt hatte. Und diese Zuversicht schien schon damals sehr berechtigt, denn AeroVelo blickte auf solide Erfolge in der Vergangenheit zurück. Im Jahr 2011 erreichte ihr Vortex-Rad eine Geschwindigkeit von 116.9 km/h, ein neuer Rekord für ein von Studenten gebautes muskelkraftbetriebenes Fahrzeug. Das Gerät wurde damals noch zum Ornithopter weiterentwickelt, dem ersten funktionierenden menschenbetriebenen Schlagflügelflugzeug.

Das Rennen im Video


Erster Einzelvorlauf endete mit Frontschaden

Der Fahrer des „Eta“ begibt sich in liegende Position, die Beine nach vorn gestreckt. Er ist von einer nach den Gesetzen der Aerodynamik konstruierten Kapsel umgeben. Über einen mit einer Außenkamera verbundenen Monitor sieht er die vor ihm liegende Strecke. Am Tag des großen Rennens lief für AeroVelo nicht alles glatt: Im ersten Einzelvorlauf kippte das Gefährt beim Start um und zog sich einen Frontschaden an der Verkleidung zu. Der zweite Einzelvorlauf wurde für die Reparatur gecancelt, erst dann begann die Siegesstory. Die Rennstrecke der World Human Powered Speed Challenge beginnt mit einer 8 Kilometer langen Anfahrtstrecke zum Steigern der Geschwindigkeit, auf den folgenden 200 Metern wird gemessen. Reichert legte den letzten Streckenabschnitt in 5.22 Sekunden zurück.

Quelle: gizmag.com

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1 Kommentar

  1. Michael

    20. September 2015 at 18:07

    Wow, eigentlich erstaunlich, was Menschen heute alles bauen können. Ich finde es toll, dass man die Entwicklung vorantreibt und es früher oder später neue und revolutionäre Dinge geben wird. In einer gewissen Art und Weise entwickeln wir uns ja alle weiter.

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