Das US-Taxiunternehmen Uber verfolgt eine rapide Expansionsstrategie. Neben dem Heimatmarkt in den Vereinigten Staaten, hat das Unternehmen vermehrt auch Schwellenländer und deren Mega-Citys ins Visier genommen. Zuletzt allerdings häuften sich dort die Probleme. Zunächst wurde der Service des Unternehmens im indischen Neu Delhi verboten, nun scheint auch die Polizei im südafrikanischen Kapstadt die Fahrer des Start-Ups genauer unter die Lupe zu nehmen. Alleine am vergangenen Wochenende trafen die Polizisten dabei auf 13 Fahrer, die keine vorgeschriebene Genehmigung vorweisen konnten.


Kapstadt Uber

Teilweise hatte dies recht bizarre Gründe. Wie Richard Bosman, Kapstadts Leiter der Abteilung für Sicherheit berichtete, hatten einige Uber-Fahrer ihr Auto schlicht an Freunde und Bekannte verliehen. Diese setzten den Taxis-Service dabei zunächst nahtlos fort – wurden dann aber von der Polizei jäh gestoppt: Konnten keine entsprechenden Papiere vorgelegt werden, wurden die Fahrzeuge bei den Kontrollen kurzerhand beschlagnahmt.


Uber auch in Deutschland in der Kritik

Auch wenn es sich nur um eine lokale Begebenheit handelt, ist der Vorfall für Uber doch unangenehm. Denn dem Unternehmen wird in vielen Ländern vorgeworfen, bewusst gegen geltende Gesetze und Vorschriften zu verstoßen. So laufen momentan auch in Hamburg und Berlin juristische Auseinandersetzungen über die Rechtmäßigkeit des Taxi-Services. Dementsprechend alarmiert zeigte sich das Unternehmen über die Beschlagnahmungen in Kapstadt: „Wir nehmen diese neueste Entwicklung sehr ernst“, betonte Shaden Abdellatif, Pressesprecherin des Unternehmens.

Nach Angaben des Unternehmens müssen Fahrer in Südafrika bereits heute deutlich mehr Bedingungen erfüllen, als gesetzlich vorgeschrieben, um Aufträge von Uber zu erhalten. Man wolle aber auch zukünftig mit allen relevanten Stellen zusammenarbeiten, um zu beweisen, dass Uber eine konstruktive Rolle bei der Sicherheitsregulierung im Straßenverkehr spiele, so die Sprecherin abschließend. Die Polizei von Kapstadt hat inzwischen ein weiteres Statement angekündigt, in dem Details zur weiteren Vorgehensweise mit den beschlagnahmten Fahrzeugen erläutert werden sollen.

Quelle: iol.co.za

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