Der Osten Kentuckys lebte lange Zeit von fossilen Energieträgern: In keinem andere Teil des Landes wurde beispielsweise mehr Kohle aus dem Boden geholt. Doch in den letzten Jahren geriet die Kohleindustrie in die Krise. Die Abbaumenge sank alleine seit dem Jahr 2015 um vierzig Prozent, die Zahl der Jobs verringerte sich um dreißig Prozent. Viele Wähler verbanden daher große Hoffnungen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser konnte die Wahl in Kentucky mit fast dreißig Prozentpunkten Vorsprung für sich entscheiden – vier Jahre zuvor hatte noch Barack Obama den Bundesstaat gewonnen. Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass sich die Energiekonzerne auch von Trump nicht zu einer Rückkehr zur Kohle bewegen lassen.


Bisher sieht das Land noch recht verwüstet aus, zukünftig könnte hier ein Solarkraftwerk entstehen. Foto: Berkeley Energy Group

Die Kapazität soll bei 50 bis 100 MW liegen

In der Nähe der Stadt Pikeville könnte ein symbolisches Projekt nun den Strukturwandel in der Region verdeutlichen. Das wiederaufbereitete Land einer ehemaligen Kohlemine soll genutzt werden, um die mit Abstand größte Solarfarm des Landes zu errichten. So besitzen die bisher größten Projekte in dem Bundesstaat eine Kapazität von etwa 10 MW. Der neue Solarpark auf der ehemaligen Kohlemine hingegen ist eher in der Größenordnung von 50 bis 100 MW geplant. Er soll zudem nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze schaffen und den Menschen vor Ort aufzeigen, dass auch die Erneuerbaren Energien in diesem Bereich ein gewisses Potential mit sich bringen.

Eine Machbarkeitsstudie untersucht die ehemaligen Kohleminen

Solarparks auf ehemaligen Kohleminen zu errichten, folgt dabei einer nachvollziehbaren Logik. Denn zum einen gehört das Land ohnehin bereits den Firmen, die dort früher den fossilen Energieträger aus der Erde geholt haben. Zum anderen können Bauprojekte und ähnliche lukrative Vermarktungsmöglichkeiten dort aber nur schwer realisiert werden. Aktuell wird daher an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet, die aufzeigen soll, welche ehemaligen Kohleminen im Osten Kentuckys am ehesten für den Bau eines Solarparks geeignet sind. Dies kann noch bis Ende des Jahres dauern. Anschließend könnten dann die konkreten Planungen für ein erstes Projekt beginnen.


Via: Treehugger

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