Noch vor wenigen Jahren gab es rund um intelligente Uhren einen gewissen Hype. Denn auch Apple arbeitete an einem solchen Produkt und manche Beobachter gingen davon aus, dass der Konzern mit dem Apfellogo der Smartwatch zum Durchbruch auf dem Massenmarkt verhelfen könnte. Ganz so wie beim iPhone, das für die Verbreitung von Smartphones eine wichtige Rolle spielte. Inzwischen ist bereits die Apple Watch 2 auf dem Markt, der ganz große Durchbruch ist aber ausgeblieben. Dies hatte im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen fehlt es bis heute an einer Killer-App – also einer Anwendung, die viele Leute haben wollen und die nur auf einer Smartwatch verfügbar ist. Zum anderen müssen die Uhren mindestens einmal täglich aufgeladen werden – was auf Dauer ziemlich nervig ist.


Bild: Sequent via Kickstarter.

Die Bewegungsenergie eines Pendels wird in Strom umgewandelt

Letztere Problematik wollen einige findige Schweizer Entwickler nun zumindest teilweise gelöst haben. Denn ihre Sequent Smartwatch besitzt im Inneren ein Gewicht, das anfängt zu pendeln, sobald der Träger sich in Bewegung setzt. Das Pendel wiederum ist mit Zahnrädern verbunden, die sich dadurch zu drehen beginnen. Herzstück der Uhr ist dann das sogenannte Micro Generator System. Dort wird aus den drehenden Zahnrädern Energie gewonnen, die für den Betrieb der intelligenten Uhr benötigt wird. Eine ähnliche Technologie findet sich auch bereits in vielen normalen Uhren und wird nun erstmals bei einer Smartwatch zur Anwendung gebracht. Den Angaben der Entwickler zufolge reicht die Bewegungsenergie aus, um die Uhrzeit anzuzeigen und den Activity Tracker der Uhr zu nutzen.

Die Finanzierung erfolgt per Crowdfunding

Diese Basisfunktionen sollen immer funktionieren, solange der Träger ein normales Bewegungsprofil besitzt – also nicht den ganzen Tag im Bett liegt. Theoretisch lässt sich so eine unbegrenzte Akkulaufzeit erreichen. Sofern aber beispielswiese Notifikationen vom Handy angezeigt werden sollen oder ein GPS-Signal benötigt wird, steigt auch der Energieverbrauch der Uhr. Bisher ist noch unklar, ob es dann ausreicht, sich einfach noch mehr zu bewegen oder ob dann doch regelmäßig das Ladekabel genutzt werden muss. Auf Kickstarter kam die Idee jedenfalls bereits sehr gut an. Dort konnten die Entwickler mehr als 650.000 Schweizer Franken einsammeln. Per Crowdfunding hatte sich allerdings auch der Smartwatch-Pionier Pebble finanziert und dabei mehrere Rekorde aufgestellt. Inzwischen hat das Unternehmen aber den Betrieb einstellen müssen.


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