Als US-Präsident Donald Trump erklärte, dass seine Regierung aus den Pariser Klimaverträgen aussteigt, sorgte das für viel Aufsehen und Unmut – nicht nur bei anderen Staaten, die die Verträge unterzeichneten, sondern auch innerhalb der USA. Nahezu unmittelbar nachdem Trump seine Entscheidung bekannt gab bildete sich die United States Climate Alliance – eine Vereinigung von Bundesstaaten, die sich selber zur Einhaltung der Vorgaben aus den Pariser Verträgen verpflichteten. Inzwischen haben sich 13 Bundesstaaten sowie Puerto Rico der Allianz angeschlossen.


Erderwärmung
Foto: Global Warming. The Earth became the newest Waterworld., Andrea Della Adriano, Flickr, CC BY-SA 2.0

13 Bundesstaaten und Puerto Rico stellen sich offen gegen Trump

Bei ihrer Gründung bestand die United States Climate Alliance aus drei Bundesstaaten – Kalifornien, New York und Washington State. „I don’t believe fighting reality is a good strategy — not for America, not for anybody. If the President is going to be AWOL in this profoundly important human endeavor, then California and other states will step up“, ließ Kaliforniens Gouverneur Edmund G. Brown nach der Gründung der Allianz in einem Statement verlauten.

Inzwischen haben sich weitere 10 Staaten sowie Puerto Rico der Allianz angeschlossen. Puerto Rico hat innerhalb der Allianz einen Sonderstatus inne, da es sich nicht um einen Bundesstaat der USA handelt, sondern um ein sogenanntes nicht inkorporiertes Gebiet. Die Allianz hat sich selber dazu verpflichtet, die Ziele zur Reduzierung der CO²-Emissionen einzuhalten, die in den Pariser Klimaverträgen festgeschrieben sind. Zuletzt trat der Bundesstaat Colorado der Allianz bei, nachdem der Gouverneur John Hickenlooper per Dekret festschrieb, dass Colorado bis 2025 die CO²-Emissionen senken wird.


Bild: US Climate Alliance

US Climate Alliance gibt Anlass zur Hoffnung

Inzwischen vertritt die US Climate Alliance mehr als 33 Prozent der US-Bevölkerung und damit auch eine beachtliche Wirtschaftskraft. Die 14 Mitglieder stellen insgesamt 1,3 Millionen Jobs im Bereich erneuerbare Energien bereit.

Die Allianz ist damit keine Vereinigung mehr, die sich einfach ignorieren lässt – zumal die jeweiligen Regierungen der Bundesstaaten ihren Ankündigungen auch handfeste Taten folgen ließen. Viele Mitglieder erließen bereits entsprechende Dekrete, und der Bundesstaat Hawaii ging sogar soweit, die Verpflichtung zur Einhaltung der Emissionsziele gesetzlich festzuschreiben.

Die Gründung der US Climate Alliance und ihr schnelles Wachstum geben auch Anlass zur Hoffnung in Sachen Klimaschutz, da die USA als Gesamtheit eben nicht uneingeschränkt hinter der Politik der Regierung in Washington steht. Das ist insofern von großer Bedeutung, als dass die USA nach China den zweitgrößten Anteil an den globalen CO²-Emissionen hat. Es ist gut, zu wissen, dass das Land auch weiterhin Anstrengungen im Bereich Klimaschutz unternimmt – auch wenn es keine Unterstützung der Regierung gibt.

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