Der Planet Erde wehrt sich gegen den Klimawandel. Ein Teil des zusätzlichen CO², das die Menschen in die Atmosphäre pumpen, wird von Wäldern oder den Ozeanen wieder aufgenommen. Diese sogenannten Kohlenstoffsenken können den Klimawandel zwar nicht aufhalten, aber zumindest verlangsamen. Nun fand jedoch eine Studie heraus, dass die Kapazität der Ozeane zur CO²-Aufnahme kontinuierlich zurückgeht.


Ozean
Foto: The Atlantic Ocean, Milan Boers, Flickr, CC BY-SA 2.0

Plankton nimmt CO² auf

Wenn es darum geht, CO² aus der Luft zu evakuieren, dann geht nichts über Photosynthese. Einen großen Teil davon übernehmen die Waldbestände der Erde – einer der Gründe, warum diverse Umweltschutzorganisationen so energisch Stellung gegen die weltweite Rodung beziehen. Eine wichtige Rolle spielt auch Plankton: Die kleinen Organismen, die sich in jedem der Weltmeere wiederfinden, entziehen dem Ozean CO² und nehmen dieses mit auf den Meeresboden, wenn sie nach ihrem Tod nach unten sinken. So versinken jährlich etwa 6 Milliarden Tonnen CO² in den Meeren.

Eine Studie des MIT legte jedoch einen Teufelskreis auf: Die Tatsache, dass sich das Wasser in den Meeren langsam erwärmt, führt dazu, dass dieser Prozess verlangsamt wird. Die Aktivität von Plankton ist an die Wassertemperatur gebunden – genauso wie die von Organismen, wie Bakterien und Krill, die Sauerstoff absorbieren und CO² freigeben. Letztere mögen warmes Wasser, während fotosynthetisierendes Plankton eher in kälterem Wasser gedeiht.


Ein empfindliches Gleichgewicht

Zwischen fotosynthetisierenden und CO² ausstoßenden Organismen herrscht ein delikates Gleichgewicht, welches eine entscheidende Rolle bei der Funktion der Ozeane als Kohlenstoffsenke spielt.

„We had a simple way to describe how we think temperature influences export efficiency, based on this fundamental metabolic theory. Now, can we use that to see how export efficiency has changed over the time period where we have good temperature records? That’s how we can estimate whether export efficiency is changing as a result of climate change“, so B. B. Cale, erster Autor der Studie.

Für ihre Studie nutzten die Forscher Daten zur Wassertemperatur aus drei verschiedenen Quellen über die letzten 33 Jahre. Sie fanden heraus, dass die Effizienz der CO²-Aufnahme der Meere sich in diesem Zeitraum um 1 bis zwei Prozentpunkte verringerte. Das klingt nicht nach viel, entspricht aber einem Plus von etwa 100 Millionen Tonnen Plankton in den oberen Wasserschichten pro Jahr.

We figured the amount of carbon that is not sinking out as a result of global temperature change is similar to the total amount of carbon emissions that the United Kingdom pumps into the atmosphere each year. If carbon is just standing in the surface ocean, it’s easier for it to end up back in the atmosphere“, so Cael weiter.

Wegen der Unsicherheit von Voraussagen der Entwicklung der Wassertemperatur ist die Studie noch keine Katastrophenmeldung, aber sie gibt allemal Anlass zur Sorge.

via MIT

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