Justin Trudeau ist so etwas wie der Rockstar der internationalen Politik. Der kanadische Premierminister verzückt Fotografen schon einmal, weil er auf einem Tisch einen Yoga-Bauchstand vorführt oder beeindruckt die internationale Presse, indem er die Funktionsweise eines Quantencomputer vollkommen korrekt erläutert. Sein politischer Aufstieg begann zudem mit einem Show-Boxkampf gegen einen konservativen Senator. Der Premierminister ist aber durchaus auch in der Lage, ernsthafte politische Ziele zu verfolgen: So wurde Kanada jüngst von Amnesty International für seine Rolle in der internationalen Flüchtlingskrise explizit gelobt. Auch im Kampf gegen den Klimawandel wurde das Land unter Trudeau zu einem Vorbild. Nun kündigte er im Parlament an, einen Mindestpreis für CO2-Emissionen einzuführen.


Via: Busineesgreen
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Die Unternehmen sollen zur Einsparung von Emissionen animiert werden

Dieser soll im Jahr 2018 bei zunächst zehn Dollar pro Tonne CO2 liegen und dann kontinuierlich ansteigen. Im Jahr 2022 würden dann schon fünfzig Dollar pro Tonne fällig. Die Idee dahinter ist klar: Die Anreize für Unternehmen tatsächlich Emissionen einzusparen sollen gesteigert werden. „Man kann sich vor dem Klimawandel nicht verstecken. Er ist die Realität und er ist überall. Wir können nicht die letzten zehn Jahre der Untätigkeit rückgängig machen. Was wir aber tun können, ist, echte und ehrliche Anstrengungen zu unternehmen – und zwar heute und jeden Tag – die Gesundheit unserer Umwelt und damit die Gesundheit aller Kanadier zu schützen“, erklärte der Premierminister vor dem kanadischen Parlament.

Kanada hat ambitionierte Klimaziele verabschiedet

Wie das Ziel des Mindestpreises erreicht wird, überlässt die Zentralregierung allerdings den einzelnen Regionen. Diese können entweder eine direkte Karbonsteuer einführen oder – ähnlich wie in der Europäischen Union – einen Zertifikatehandel etablieren. Die Drohung des Premiers ist aber eindeutig: Schafft es eine Region nicht, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, kommen zentralstaatliche Regelungen zum Einsatz. Ein gewisser Druck scheint dabei notwendig zu sein, um die ambitionierten Klimaziele des Landes zu erfüllen. So hat sich Kanada im Rahmen der Weltklimakonferenz verpflichtet, den Ausstoß an Treibhausgasen im Zeitraum von 2005 bis 2030 um dreißig Prozent zu senken.


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