Der aus Argentinien stammende Papst Franziskus war gerade auf der Rückkehr von einer heiklen Auslandsreise: In Kolumbien musste er nicht nur zwischen Gegnern und Befürwortern des Friedensabkommens mit der FARC vermitteln, sondern bekam von seinem eigenen Papamobil bei einer plötzlichen Bremsung auch noch ein blaues Auge verpasst. Dennoch ließ es sich der Papst nicht nehmen, sich auf dem Rückflug nach Italien mit einem eindringlichen Appell an die mitreisenden Journalisten zu wenden. Die Kernbotschaft: „Wenn wir nicht umkehren, gehen wir unter“. Gemünzt war dieser Satz auf den menschengemachten Klimawandel und gemeint war vor allem US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte vor einigen Wochen den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Weltklimavertrag von Paris verkündet.


Auch bei den Vereinten Nationen hat Papst Franziskus bereits für den Kampf gegen den Klimawandel geworben.

Für die Leugner des Klimawandels findet der Papst deutliche Worte

Der Papst ließ auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass er für Leugner des Klimawandels keinerlei Sympathien hegt. Die Aussagen der Wissenschaft in diesem Punkt seien „sehr klar, sehr präzise“. Und er fügte hinzu: „Die Wissenschaftler haben uns ganz klar gesagt, welchen Weg wir einschlagen müssen“. Diese Aussage kann als direkte Unterstützung des Pariser Klimaabkommens gewertet werden. Ebenso die Tatsache, dass er alle Menschen und alle Politiker dazu aufrief, ihrer Verantwortung vor der Geschichte gerecht zu werden. Für die Leugner des Klimawandels hatte Franziskus hingegen keine warmen Worte übrig: Ihm falle da ein Satz aus dem Alten Testament ein, so der Papst, darin werde der Mensch als „dumm“, „stur“ und „blind“ beschrieben.

Der Papst sorgte hinter den Kulissen für einen Erfolg der Pariser Klimaverhandlungen

Papst Franziskus gilt bereits seit längerem als starker Unterstützer des Kampfes gegen den Klimawandel. Ihn bedrückt vor allem, dass unter den Folgen ohnehin benachteiligte Gruppen am stärksten zu Leiden haben. Bereits im Jahr 2015 veröffentlichte Franziskus daher eine Enzyklika, in der er sich gegen die weitere Nutzung fossiler Energieträger aussprach. Wenig später trug das Oberhaupt der katholischen Kirche dann entscheidend dazu bei, dass bei den Verhandlungen über den Weltklimavertrag von Paris eine Einigung erzielt werden konnte: Wie mehrere Quellen damals berichteten, rief er persönlich bei Nicaraguas Präsident Daniel Ortega an und verhinderte so eine Fundamentalopposition des mittelamerikanischen Landes. Immer mehr Kirchen weltweit werden zudem mit Solarmodulen ausgestattet.


Via: Domradio

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