Den Schnelltest für Alkoholkonsum dürften die meisten Autofahrer kennen. Verkehrspolizisten bitten verdächtige Fahrer regelmäßig, in ein kleines Röhrchen zu pusten. Dort wird dann der Alkoholgehalt des Atems gemessen. Wer sich innerhalb des erlaubten Limits befindet, darf weiterfahren – alle anderen können dann auf eine exakte Blutanalyse im Labor bestehen. Wissenschaftler der „University of Surrey“ in Großbritannien haben nun ein ähnliches Verfahren für Kokain entwickelt. Dabei müssen die Verdächtigen allerdings nicht pusten, sondern einen Fingerabdruck abgeben. Per Schnelltest lässt sich dann überprüfen, ob tatsächlich Kokain genommen wurde.


SilentSense - Fingerabdruck Sensor Alternative zum Apple iPhone

Abbauprodukte im Schweiß nachweisbar

Möglich ist dies durch eine clevere Nachweismethode. Denn natürlich verändert sich der Fingerabdruck des Menschen auch durch Kokainkonsum nicht. Zwei Abbauprodukte des Kokains gelangen allerdings in den Schweiß und lassen sich dort dann relativ einfach nachweisen. Die Wissenschaftler machen sich nun zunutze, dass bei der Abgabe des Fingerabdrucks – quasi als Nebenprodukt – immer auch eine Schweißprobe abgegeben wird. Erste Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Schweißmethode genauso zuverlässig ist wie die bisher angewandte Blutanalyse im Labor. Ein Problem gibt es allerdings noch: Die Alkoholschnelltests kommen vor allem deshalb so oft zum Einsatz, weil sie handlich und einfach zu transportieren sind. Die Maschine zur Schnellanalyse der Fingerabdrücke hat allerdings noch die Größe einer Waschmaschine.


Testgerät könnte teure Laboranalysen ersetzen

Erstes Ziel der beteiligten Wissenschaftler ist es daher nun, die Größe des Testgeräts entscheidend zu reduzieren. Zum Einsatz kommen soll das Gerät dann in Gefängnissen oder bei Razzien. Auf diese Weise könnte dann nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Geld gespart werden. Denn bei Laboranalysen werden teure Fachkräfte zur Analyse benötigt – dementsprechend teuer ist daher bereits eine einzige Analyse. Mit Hilfe des neuen Fingerabdrucktests ließe sich daher die Zahl der Kontrollen massiv erhöhen, ohne dass die Kosten explodieren.

Via: DigitalJournal

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Teri

    8. Juni 2015 at 19:23

    Ist mir jetzt nicht ganz klar. Fahren so viele Menschen auf der Welt unter dem Einfluss von Koks? 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.