Weihnachten und Silvester liegen ganz frisch hinter uns, viele Menschen machen deshalb aktuell einen großen Bogen um ihre Waage. Der eine oder andere träumt vielleicht davon, ganz ohne Reue essen zu dürfen, soviel er will – und trotzdem gertenschlank zu bleiben. Forscher des medizinischen Zweigs der University of Texas könnten diesen Wunsch demnächst erfüllen.


dicker Bauch
Speckröllchen loswerden – und trotzdem weiter essen wie vorher?

Mäuse nahmen in 10 Tagen 7 % Körpergewicht ab

An Mäusen hat die Schlankmachpille bereits funktioniert, die übergewichtigen Nagetiere erhielten im Labor entweder ein Placebo oder das neu entwickelte Mittel. Die Placebo-Mäuse nahmen bei unverändert reichhaltiger Nahrungsaufnahme weiter zu, während die anderen Tiere binnen 10 Tagen durchschnittlich 7 % ihres Körpergewichts abnahmen. Die weißen Fettzellen schwanden nur so dahin und nahmen nach anderthalb Wochen ganze 30 % weniger Raum ein. Wie funktioniert das?

Das Medikament hält den Fettstoffwechsel in Schwung

Wenn Fettzellen wachsen, dann überexprimieren sie das Protein Nicotinamide-N-Methyltransferase, das heißt grob gesagt, sie stellen mehr davon her. Das NNMT wirkt als Stoffwechselbremse und hemmt dabei zunehmend den Fettabbau, während die Zellen immer weiter wachsen. Die Folge: noch mehr NNMT, noch langsamerer Stoffwechsel … ein echter Teufelskreis. Genau an dieser Stelle soll das besagte Medikament wirksam werden, es blockiert die Wirkung des NNMT’s und stellt damit sicher, dass der Fettstoffwechsel nicht an Schwung verliert. Neben dem Verlust an Körperfett bringt die Schlankmach-Pille noch einen weiteren Nutzen mit sich: Sie bewirkt, dass sich das Cholesterinniveau auf einen normalen Level senkt. Harshini Neelakantan als Hauptautor der Studie erklärt, dass sich somit nicht nur die Fettleibigkeit an sich behandeln lässt, sondern auch die daraus resultierenden Stoffwechselkrankheiten. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin »Biochemical Pharmacology« veröffentlicht.


Doch was wäre das Resultat davon, wenn wir diese Pille daheim in unseren Küchenschränken hätten? Essen ohne Grenzen? Fettorgien, ohne darüber nachzudenken? Die Verantwortung für unser Tun sollten wir besser selbst übernehmen, dazu gehört auch, darauf zu achten, was wir essen. Ganz zu schweigen von der Frage nach den sonstigen Nebenwirkungen, die noch gar nicht vollständig geklärt ist.

Quelle: newatlas.com 

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