Die Menschheit wächst in einem Maße, dass die weltweiten Baumwollfelder kaum noch mithalten können. Doch gibt es mehr als genug Algen, die eine ideale Grundlage bieten, daraus Kleidungsstücke herzustellen! Studierende der TU Berlin und ihre Kollegen aus Havanna haben sich die Braunalge ausgesucht, um schicke Mode zu kreieren, die sich kompostieren lässt.


Foto: Seaweed, Geoff Stearns, Flickr, CC BY-SA 2.0

Nachhaltigkeit und Kompostierbarkeit sind gefragte denn je

Zwei große Probleme haben wir mit unserer modernen Kleidung: Die Produktion erfolgt zumeist nicht auf nachhaltige Weise – und viele Textilien lassen sich nicht biologisch abbauen. So schädigen wir die Umwelt sowohl bei der Herstellung als auch bei der Entsorgung! Nachhaltigkeit und Kompostierbarkeit sind also gefragter denn je, besonders in Anbetracht der wachsenden Zahl von Konsumenten. Die Studierenden des Faches Ökonomie und nachhaltiger Konsum an der TU Berlin haben eine Antwort auf diese drängenden Fragen gefunden: Weil aufgrund der Klimaerwärmung immer mehr Algen entstehen, die unsere Strände und Meere verschmutzen, wäre es sinnvoll, dieses Material auf praktische Weise zu nutzen.

Algen wirken entzündungshemmend und sind allergikerfreundlich

Algen-Textilien bringen sogar noch weitere Vorteile mit: Sie enthalten entzündungshemmende Stoffe und eignen sich auch für Allergiker. Natürlich sind die daraus entstehenden Produkte keinesfalls hässlich braun oder grün gefärbt, ganz im Gegenteil, sie erinnern überhaupt nicht mehr an ihr Rohmaterial. Die Kleidung sieht ganz normal aus, sie ist pflegeleicht und liegt angenehm weich auf der Haut. Ayse, eine der Studierenden, hat es ausprobiert und sich ein schwarzes Algenkleid mit Jeans-Applikationen gefertigt. Sie sagt: »Es fühlt sich nach nichts an.« Inzwischen gibt es auch Textilien aus Milch, Leder aus Ananas und Kleider aus Pilzen: Der Fantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt, man muss sich nur trauen, neue Wege zu gehen!


Quelle: deutschlandfunknova.de

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