Der Erfolg des Elektroautobauers Tesla hat dazu beigetragen, dass die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb inzwischen auch von den klassischen Autoherstellern vorangetrieben wird. Ab Freitag will Tesla nun mit der Produktion des Model 3 beginnen – und damit erstmals den Massenmarkt ins Visier nehmen. Mit einem Durchschnittspreis von 42.000 Dollar steht das Auto in mehr oder weniger direkter Konkurrenz zu den günstigeren Modellen von BMW. Es ist daher vermutlich kein Zufall, dass der deutsche Autobauer nun plant, auf der Internationalen Automobilausstellung in diesem Jahr erstmals einen 3er BMW mit Elektroantrieb zu präsentieren. Von diesen Plänen berichtete zuerst das Handelsblatt. Demnach wird die Elektrovariante Teil der nächsten Generation der 3er Serie.


Ab dem Jahr 2019 wird es den 3er BMW auch mit Elektroantrieb geben. Bild: BMW

Die Reichweite soll bei rund 400 Kilometern liegen

Die Pläne für ein solches Fahrzeug hat BMW schon länger in der Schublade: Vor rund einem Jahr berichteten wir erstmals davon, dass ein 3er mit Elektromotor geplant ist. Nun sind neben dem Termin für die erste öffentliche Präsentation weitere Details bekannt geworden. So wird das Fahrzeug eine Reichweite von rund 400 Kilometern besitzen und ab dem Jahr 2019 zu kaufen sein. Wie teuer der 3er BMW mit Elektroantrieb dann allerdings sein wird, dazu machte BMW noch keine Angaben. Es dürfte aber nicht ganz abwegig sein, zu vermuten, dass der Konzern versuchen wird, preislich mit dem Tesla Model 3 zu konkurrieren.

Carbonfasern reduzieren das Gesamtgewicht des Fahrzeugs

Die Ankündigung ist aber nicht nur aufgrund des emissionsfreien Antriebs interessant. Vielmehr wird der neue 3er BMW auch auf dem modularen Baukasten CLAR basieren. Ein Teil des Fahrzeugs wird dabei weiterhin klassisch aus Stahl bestehen. Bestimmte Strukturen basieren aber auch auf den ultraleichten Carbonfasern. Das Material besitzt enormes Potential, weil es im Idealfall eine ähnliche Stabilität wie Stahl bietet – aber das Gesamtgewicht des Fahrzeugs massiv reduziert. Bisher ist es aber noch keinem Autobauer gelungen, Carbonteile in so großer Stückzahl zu produzieren, dass sie serienmäßig verbaut werden können. BMW allerdings scheint in diesem Punkt nun ein Durchbruch gelungen zu sein. Verwunderlich ist das nicht: BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hat bereits vor Jahren in Firmen mit Kompetenz in Sachen Carbonfasern investiert. Dies scheint sich nun auszuzahlen.


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