Es ist eine Frage, die schon Generationen von Wissenschaftlern beschäftigt hat: Gibt es Leben außerhalb unserer Erde? Beantworten konnte sie bisher niemand – zu groß ist das Weltall und zu unausgereift sind unsere technischen Möglichkeiten. Doch jetzt könnte belgischen Forschern ein Durchbruch gelungen sein. Im Sternbild Wassermann entdeckten sie einen roten Zwergstern, der von drei Exoplaneten umkreist wird, die in etwa die Größe der Erde besitzen. Die Besonderheit daran: Das Sternensystem ist lediglich rund vierzig Lichtjahre von unserer Erde entfernt und erfüllt alle Voraussetzungen, um dort – mit den heutigen technischen Mitteln – potentielles Leben nachzuweisen. Dementsprechend euphorisiert zeigten sich die Forscher über ihre Entdeckung.


Künstlerische Darstellung des roten Zwergsterns. Credit: ESO/M. Kornmesser/N. Risinger (skysurvey.org)
Künstlerische Darstellung des roten Zwergsterns. Credit:
ESO/M. Kornmesser/N. Risinger (skysurvey.org)

Der rote Zwergstern strahlt deutlich schwächer als unsere Sonne

So schrieben die Astronomen in ihrer Veröffentlichung im Fachblatt Nature: „Wenn wir also Leben anderswo im Universum finden möchten, sollten wir dort anfangen zu suchen.“ Entdeckt wurde der Zwergstern mit seinen drei Exoplaneten dabei durch das belgische „Trappist“-Teleskop, das am Eso-Observatorium La Silla in Chile zum Einsatz kam. Der gefundene Zwergstern trägt daher inzwischen auch den Namen TRAPPIST-1 – was etwas eingängiger klingt als die rein wissenschaftliche Bezeichnung 2MASS J23062928-0502285. Der Stern strahlt dabei deutlich schwächer als unsere Sonne, dafür kreisen die Exoplaneten aber auch deutlich näher um ihn herum. Einer der drei braucht dabei lediglich anderthalb Tage, ein zweiter immerhin nur 2,4 Tage.

Zunächst wird nun die Zusammensetzung der Atmosphäre analysiert

Der dritte Exoplanet ist allerdings dann schon etwas weiter entfernt und benötigt für die Umkreisung bis zu vierzig Tage. Die Planeten selbst kreisen dabei nicht – es zeigt also immer die selbe Seite in Richtung Zwergstern. Die Rückseite ist daher deutlich kühler als die Vorderseite. Eine Theorie ist dabei, dass beispielsweise am Übergang zwischen Vorder- und Rückseite lebensfreundliche Temperaturen herrschen könnten. Gewissheit darüber soll zunächst eine Analyse der Atmosphärenzusammensetzung der Exoplaneten bringen. Anschließend werden die Forscher dann zunächst nach Wasser und später nach biologischen Spuren Ausschau halten.


Via: ESO

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2 Kommentare

  1. Andreas

    3. Mai 2016 at 09:03

    „lediglich rund vierzig Millionen Lichtjahre“ … ihr habt euch da um 6 Zehnerpotenzen geirrt. Planeten in weit entfernten Galaxiehaufen können wir leider noch nicht entdecken. 40 Lichtjahre sind wirklich weit genug.

  2. Max L.

    3. Mai 2016 at 09:43

    Danke für den Hinweis. Habe es korrigiert.

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