Die Krankenkassen, darunter nun auch zwei größere Vertreter, haben die Zusatzbeiträge für das Jahr 2015 bekannt gegeben. Ab Januar nächsten Jahres wird der gesetzliche Krankenkassenbeitrag gesenkt. Einige Vertreter haben darauf hin bereits ihre Zusatzbeträge veröffentlicht. Schließlich kann jede Kasse als Ausgleich für die allgemeinen Senkungen einen Zusatzbetrag beliebig festlegen.


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Foto: Svilen.milev CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Krankenkassen veröffentlichen Zusatzbeiträge für 2015

Ab dem 1. Januar 2015 wird der Beitrag der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland von aktuell noch 15,5 auf 14,6 Prozent gesenkt. Die zunächst positiv klingende Nachricht wird allerdings recht schnell durch den, mit der Senkung einhergehenden, optionalen Zusatzbeitrag relativiert. Prinzipiell kann also nicht davon ausgegangen werden, dass 2015 weniger Krankenkassenbeiträge zu entrichten sind. Im Rahmen der GKV-Finanzreform haben die gesetzlichen Kassen die Möglichkeit eingeräumt bekommen, zur Deckung des Finanzbedarfs, einen Zusatzbeitrag erheben zu können. Bisher haben nur wenige Mitglieder der insgesamt 131 Kassen ihren Zusatzbetrag für 2015 bekannt geben. Jüngst veröffentlichten jedoch auch die Techniker-Krankenkasse (TK) und DAK-Gesundheit ihre Zahlen.

TK und DAK-Gesundheit bleiben fair

Mitglieder der TK-Krankenkasse zahlen im kommenden Jahr 15,4 Prozent, statt der bisher üblichen 15,5 Prozent. Der Zusatzbeitrag wird dabei auf 0,8 Prozentpunkte festgelegt. Die DAK-Gesundheit hat hingegen den Durchschnittswert von 0,9 Prozentpunkten gewählt, so dass der Gesamtbeitrag bei 15,5 Prozentpunkten unverändert verweilt. Dieser Trend soll in Zukunft jedoch nicht beibehalten werden. Experten gehen davon aus, dass in den Folgejahren ein Anstieg der Beiträge angestrebt wird.


Kaum spürbare Folgen

Trotz der Senkung der Kassenbeiträge im kommenden Jahr, halten sich die Änderungen, aufgrund der Zusatzbeträge, in Grenzen. Denkbar ist zudem, dass bei vielen Versicherern der Zusatzbeitrag die sinkenden Prozentpunkte kompensiert. Mit der Einführung der Zusatzbeiträge und der erstmaligen Erhebung wird dem Versicherten jedoch auch ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Folglich geht ein Krankenkassen-Wechsel dann schneller von Statten. Wer clever wechselt, der kann dabei Geld sparen oder von Zusatzleistungen profitieren.

Geld sparen beim Krankenkassen-Wechsel

Aufgrund der recht starken Konkurrenz-Dichte, regulieren sich die durchschnittlichen Beitragserhebungen bisher von selbst. Kaum eine gesetzliche Krankenkasse kann es sich leisten mit horrenden Beitragsforderungen langfristig einen soliden Mitglieder-Stamm zu wahren. Dennoch sind die variierenden Spannen teilweise so hoch, dass man bei einem Wechsel im Jahr mehrere hundert Euro sparen kann. Vor allem Arbeitnehmer mit einem hohen Bruttoeinkommen, sollten sich mit dem Thema Kassen-Wechsel einmal näher befassen. Der Blick auf die Zusatzbeiträge und auf die damit verbundenen Kosten beziehungsweise vergleichsweise Einsparungen sollte jedoch nicht zu engstirnig angestrengt werden. Experten raten zudem auf die Zusatzleistungen zu achten. Darüber hinaus dürfte auch das Vorhandensein einer Geschäftsstelle vor Ort nicht von Nachteil sein. Wer großen Wert auf Service und individuelle Beratung legt, der sollte ebenfalls auch das Kleingedruckte lesen.

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