Natur- und Tierdokumentationen gibt es heutzutage in Hülle und Fülle. Unerschrockene Menschen gehen mit ihrer Kamera dabei so nah an wilde Tiere oder gefährliche Orte, wie wir es uns nie trauen würden. Umso schwerer ist es, mit einer neuen Dokumentation aufzufallen. Paul Rosolie hat deswegen ein umstrittenes Projekt angekündigt – er will sich von einer lebendigen Anakonda verschlingen lassen.


Hat die Natur noch einen Reiz?

Rosolie kann dabei auf viel Erfahrung im Umgang mit wilden Tieren zurückgreifen. Bei seinen Filmaufnahmen im Dschungel des Amazonas ist er wilden Jaguaren, Schlangen und tropischen Krankheiten begegnet. Allerdings wird es heutzutage immer schwerer, mit einfachen Dokumentationen die Zuschauer zu erstaunen. Animal Planet hat bereits eine Sendung, die den Kontakt mit einer Anakonda zeigt. Rosolie entschied sich, dass das nicht ausreicht und will sich deshalb von einer verschlingen lassen und wieder lebendig entkommen. Dazu soll ihm ein spezieller Schutzanzug helfen.

Anakonda
Anakonda wird von mehreren Männern getragen

Heiligt der Zweck die Mittel?

Seine Aktion erntet viel Kritik und Unglauben. So kann man nicht sicher gehen, ob es sich dabei nicht doch nur um eine Ente handelt. Sollte er sein Vorhaben allerdings tatsächlich umsetzen wollen, ist dies nicht nur äußerst gewagt, auch was die Schlange betrifft ist das Vorhaben äußerst zweifelhaft. Rosolie sagt selber, dass diese Aktion dient, vor den Gefahren des „Madre de Dios“ zu warnen. Ein Teil des Amazonas-Regenwaldes, welcher durch Straßenbau erst kürzlich dem Menschen zugänglich ist.


Paul Rosolie im Amazonas


Das Problem an dem Unterfangen ist, dass das Herauswürgen von Rosolie für die Schlange keineswegs ungefährlich ist und sehr wahrscheinlich der Schlange schaden würde. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Rosolie letzten Endes aus der Schlange herausgeschnitten werden muss. Insgesamt wirft dieses Projekt die Frage auf, in wie weit die Aufmerksamkeit solcher Projekte den Schaden an Umwelt und Tieren rechtfertigt.

Anakonda-Doku

Quelle: iflscience

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