Für den Kampf gegen den Klimawandel war die Wahl von US-Präsident Donald Trump keine gute Nachricht. Denn dieser versucht auf vielen Ebenen, die Errungenschaften der Obama-Administration in diesem Bereich wieder rückgängig zu machen. Am sichtbarsten wurde dies durch die Ankündigung, aus dem Weltklimavertrag von Paris auszusteigen. Aber auch in vielen anderen Punkten kam es zu Rückschritten: So forciert Trump den Ausbau der Kohleenergie und hat die Regelungen des Clean Power Act gelockert. Doch auch in den Vereinigten Staaten selbst führt diese Politik zu Widerstand. So kündigten zahlreiche Bundesstaaten und Städte an, sich zukünftig freiwillig an die Zusagen des Pariser Vertrags halten zu wollen.


Zehn Milliarden Bäume könnten Trumps Klimapolitik ausgleichen

Umweltaktivisten und Unternehmer aus den USA, Großbritannien und Neuseeland haben zudem unter dem Motto „Where ignorance grows trees“ eine kreative Form des Protests ins Leben gerufen. Faktisch handelt es sich dabei um den Aufruf, Bäume zu pflanzen. Dies kann privat im eigenen Garten geschehen oder durch eine Spende an eine entsprechende Organisation. Die Idee dahinter: Bäume nehmen CO2 auf und wirken daher wie eine Art natürlicher Speicher. Werden also mehr Bäume gepflanzt als abgeholzt, wirkt sich dies positiv auf die Klimabilanz aus. Die Organisatoren haben errechnet, dass ungefähr 100.000 Quadratkilometer neuer Wald benötigt würden, um die klimaschädliche Politik von Trump komplett auszugleichen. Dies entspricht in etwa der Fläche Süddeutschlands und würde rund zehn Milliarden Baumpflanzungen notwendig machen.


Der Clean Power Act wäre die einfachere Alternative

Von diesem Ziel ist die Kampagne zwar noch weit entfernt. Doch immerhin konnten durch den Aufruf bisher weltweit rund 360.000 neue Bäume gepflanzt werden – und die Zahl nimmt weiterhin täglich zu. Wo genau der globale Trump-Wald entsteht, wird auf der Webseite der Kampagne dokumentiert. Die Initiatoren dort sehen sich selbst auch nur als eine Notlösung an und betonen: Die einfachste Art und Weise erfolgreichen Klimaschutz zu betreiben, wäre es, den Clean Power Act weiterhin anzuwenden und nicht aus dem Weltklimavertrag auszusteigen. Da Trump bisher keinerlei Ambitionen in diese Richtung zeigte, sollen aber zunächst weiterhin fleißig Bäume gepflanzt werden. Schaden kann dies in keinem Fall.

Via: Treehugger

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