Wenn es um die Krebs-Früherkennung geht, scheinen Männer im Vergleich zu den Frauen richtige Vorsorgemuffel zu sein. Das zumindest geht aus einer aktuellen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Schließen nutzen den aktuellen Zahlen nach nur 27 Prozent, also rund ein Viertel, der Männer über 45 Jahren die Möglichkeiten der Krebs-Früherkennungsuntersuchung. Ab dem 45. Lebensjahr kann in jedem Folgejahr eine kostenlose Untersuchung beansprucht werden.


Männer Krebsvorsorge
Krebsvorsorge ist wichtig

Männer sollten regelmäßiger zur Krebs-Vorsorge gehen

Männer sind dafür bekannt erst einen Arzt aufzusuchen, wenn die Leiden und Wehwehchen zur Last werden. Vorsorge-Untersuchungen werden daher regelmäßig unter den Tisch gekehrt. Erst wenn der Gang zum Arzt dann doch einmal angetreten wurde heißt es oft, dass man ja eigentlich besser auf die Gesundheit achten sollte. Die Früherkennung von Krebs ist jedoch wichtig, da diese zum einen nicht weh tut und zum anderen das Leben retten kann. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser kann er geheilt werden. Die Techniker Krankenkasse wies daher gestern im Rahmen des internationalen Männertags vermehrt auf die Vorsorge-Untersuchungen hin. Bekräftigt wurden die Appelle mit Ergebnissen einer aktuellen, durch die TK bei Forsa (Meinungsforschungsinstitut) beauftragten, Umfrage. Mehr als 2000 deutschsprachige Menschen ab dem 18. Lebensjahr wurden dabei befragt. Insgesamt gaben 72 Prozent der Männer an, mehr für ihre Gesundheit tun zu können. Die restlichen 28 Prozent vertraten die Meinung bereits genug Vorsorge-Vorkehrungen zu treffen.

Frauen gehen häufiger und sind auch kritischer

Aus der Umfrage konnte ebenfalls entnommen werden, dass Frauen häufiger zum Arzt gehen und auch die Krebsvorsorge aktiver nutzen. Allerdings fällt es Frauen schwerer einen Arzt des Vertrauens zu finden. Aufgrund dieser Tatsache fühlen Frauen auch den Experten häufiger auf den Zahn, betont der Psychologe Heiko Schulz von der TK. „Männer dagegen erwarten beim Arzt eine Dienstleistung, die schnell und zuverlässig erledigt werden soll – ähnlich der eines Handwerkers.“, so der Experte weiter.


Umfragen aus vergangenen Jahren haben ergeben, dass ein Teil der Männer erst gar nichts mit üblen Krankheiten am Hut haben möchte und diese Themenfelder daher verdrängt. Andere wiederum empfinden die Vorsorge-Untersuchungen als unangenehm und meiden diese daher weitestgehend. Bei Männern finden im Rahmen der Prostata-Krebs-Untersuchungen Abtastungen und Inspektionen statt. Fast ein Drittel der Befragten gab sogar an sich bisher noch keine Gedanken über die Krebs-Vorsorge gemacht zu haben.

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