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Krebs-Patient erhält welweit ersten Titanium-Brustkorb aus dem 3D-Drucker

Die 3D-Druck-Technologie ist bereits sehr weit fortgeschritten. In der Medizin kommen Hightech-Geräte zum Einsatz, die in der Lage sind verschiedene Materialien drucken zu können. So ist es Mediziner jüngst auch gelungen im Rahmen einer bisher weltweit einmaligen Operation einen kompletten Brustkorb, samt Brustbein aus Titanium bei einem Patienten zu implantieren. Die Implantate wurden mit einem Hightech-Drucker erzeugt.

Brustkorb

Brustkorb aus Titanium mittels 3D-Drucker hergestellt

Brustkorb aus dem 3D-Drucker konnte komplikationslos eingesetzt werden

In der Vergangenheit gelang es Ärzten bereits einem 12-jährigen Jungen einen kompletten Wirbelkörper aus dem 3D-Drucker zu implantieren. Zudem ist die Medizin schon so weit, dass mitwachsende Luftröhren aus dem 3D-Drucker Kinderleben retten können.

Nun ist ein neuer Streich gelungen. Ein Team vom Salamanca University Hospital in Spanien konnte zum ersten Mal in der Geschichte des 3D-Drucks einen komplexen Brustkorb – samt Brustbein – aus Titanium implantieren. Für die Herstellung wurde ebenfalls auf einen 3D-Drucker zurückgegriffen. Wie die behandelnden Ärzte berichten, stellte der Brustkorb aus dem 3D-Drucker die beste Lösung dar um den Patienten zu behandeln, dessen Rippen in dem Bereich von Krebszellen befallen waren. Mit der Hilfe eines hochauflösenden CT-Scanns konnten die Mediziner das Implantat auf den Millimeter passgenau drucken.

Brustkorb

Passgenauer Brustkorb

Den Druck führte das Unternehmen Lab 22 aus. Schicht für Schicht druckte dabei ein Hightech-Drucker mittels Elektronenstrahlschmelz-Verfahren die Rippen des Brustkorbs zusammen mit dem Brustbein. Der Drucker kostet 920.000 US Dollar. Nach der Fertigstellung wurde das Implantat in der Brust des Patienten eingesetzt. Die Operation ist bisher weltweit einmalig. Dem Bericht zufolge wurde das Implantat so konzipiert, dass Überstände an den Seiten dazu genutzt werden konnten um diese mittels Spezial-Schrauben mit den köpereigenen noch vorhandenen und gesunden angrenzenden Rippen zu verbinden.

Patient konnte das Krankenhaus schon nach 12 Tagen wieder verlassen

Die Operation ist so erfolgreich verlaufen, dass der Patient, trotz des recht großen Eingriffs, nach 12 Tagen wieder das Krankenhaus verlassen konnte. Beeindruckend! Im folgenden Video wird das Herstellungsverfahren noch einmal gezeigt.

Quelle: CSIRO

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