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Künstliche Eier überwachen die Nester von Geiern

Geier genießen beim Menschen nicht unbedingt den besten Ruf und fanden Eingang in zahlreiche deutsche Redewendungen. Die Stadtverwaltung von Lima allerdings beweist seit einiger Zeit, dass die Tiere auch durchaus sinnvoll eingesetzt werden: Dort spüren sie illegale Müllkippen auf. Tatsächlich hat der Geier seinen miesen Ruf zu Unrecht. Vielmehr ist er als Aasfresser ein wichtiger Teil des Ökosystems. In den letzten Jahrzehnten verringerte sich die Zahl der Geier weltweit allerdings erheblich. Forscher wollen daher nun mehr über den Zustand der noch vorhandenen Geier-Populationen erfahren – um dann gegebenenfalls Hilfsmaßnahmen einleiten zu können. Bei der Beobachtung helfen sollen dabei künstliche Geier-Eier.

Die Eier liefern mehr Informationen als Kameras

Diese sehen den richtigen Eiern zum verwechseln ähnlich und werden schlicht in das Nest der Vögel gelegt. Dort sammeln sie dann verschiedene Daten – etwa die Temperatur, die Feuchtigkeit und den Druck – und senden diese an eine nahe gelegene Station. Dort können die Daten dann gesammelt und später ausgewertet werden. Die Überwachung der Nester ist dabei kein völlig neuer Ansatz. Bisher kommen dafür aber vor allem Kameras zum Einsatz – die aber nur bedingt Daten erfassen können. Zudem droht dabei der Brutvorgang der Vögel gestört zu werden. Dies ist bei den künstlichen Eiern anders – hier merkt der Vogel nicht, dass er rund um die Uhr unter Beobachtung steht.

Ab April sind die Eier erstmals für siebzig Tage im Einsatz

Letztlich sollen die Daten dann helfen, den Paarungsvorgang und den Brutprozess der Geier besser zu verstehen. Aus diesen Erkenntnissen wiederum könnten dann Maßnahmen abgeleitet werden, um die Geierpopulationen auf natürliche Weise wieder wachsen zu lassen. Erstmals zum Einsatz kommen sollen die Eier ab April und dann für bis zu 70 Tage die gewünschten Daten liefern. Läuft dabei alles nach Plan, könnten die Eier dazu beitragen, dass zukünftig über vielen Städten nicht mehr nur sprichwörtlich die Geier kreisen.

Via: Popsci

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