Die richtige Diagnose von Krankheiten ist teilweise eine Kunst für sich. Die Fernsehserie „Dr House“ hat dieser Fähigkeit sogar ein künstlerisches Denkmal gesetzt. Schon bald aber könnte ein nicht unerheblicher Teil der Diagnose-Arbeit von künstlicher Intelligenz übernommen werden. Bereits vor einiger Zeit konnte IBMs Software Watson bei einer Patientin eine seltene Form der Leukämie diagnostizieren, auf die die menschlichen Ärzte zuvor nicht gekommen waren. Dabei wurde der Algorithmus allerdings von den behandelnden Ärzten mit Daten gefüttert und hat dann eine Vielzahl an Datenbanken nach ähnlichen Fällen durchsucht. Nun aber kann die Technik sogar noch mehr und selbstständig Ultraschallbilder und Röntgenaufnahmen auswerten. Zum Einsatz kommen soll diese Fähigkeit zunächst bei schwierig zu diagnostizierenden Herzkrankheiten.


Herzkrankheiten sind für Mediziner oft schwer genau zu erkennen

So gibt es unter dem Oberbegriff Aortenstenose eine Reihe von Krankheiten, die in letzter Konsequenz zu einem Teilverschluss des Ausflusstraktes der linken Herzkammer führen. Dies kann fatale Folgen haben, ist mit den zur Verfügung stehenden Aufnahmen für menschliche Ärzte aber nur schwer zu erkennen. Die künstliche Intelligenz hingegen soll in der Lage sein, die Bilder auszuwerten und beispielsweise zu erkennen, ob die Ursache ein Tumor, eine Infektion oder einfach eine natürliche Anomalie ist. Darauf aufbauend können die Ärzte dann mit der Behandlung starten. Letztlich soll die neue Technologie also dazu führen, dass die Patienten besser und gezielter behandelt werden können.


In der Pilotphase war die künstliche Intelligenz bereits im Einsatz

Watson wird dabei die Patientenakten von Patienten durchgehen und schauen, bei welchen eine zusätzliche Behandlung notwendig ist. Getestet wurde dieser Ansatz im Rahmen einer Pilotstudie. Allerdings wollte IBM nicht bekannt geben, wie viele Patienten aufgrund der Computerdiagnose tatsächlich eine weitere Behandlung bekamen, die sie sonst wohl nicht erhalten hätten. Das Unternehmen sprach lediglich davon, dass der Einsatz der Technologie einen „erheblichen Unterschied“ gemacht habe. Watson soll zudem in der Lage sein, innerhalb der Patienten, bei denen er eine bestimmte Herzkrankheit diagnostiziert, gewisse Gemeinsamkeiten zu entdecken. Auf dieser Basis können dann weitere Patienten näher untersucht werden, auf die die einzelnen Kriterien auch zutreffen.

Via: Mashable

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