Immer mehr Korallen verschwinden aus den Weltmeeren. Gründe dafür sind unter anderem die steigenden Wassertemperaturen und die zunehmende Belastung durch Schwermetalle. Korallen sind wahre Weltmeister bei der Aufnahme von Schwermetallen aus dem Wasser. Diese Fähigkeit als natürlicher Filter wird den Tieren jedoch auch zum Verhängnis, schließlich sterben diese in der Folge kontinuierlicher Absorbtion ab. Forscher der Anhui Jianzhu University möchte dem Massensterben jedoch Einhalt gebieten und zudem die Weltmeere säubern. Dafür wurden künstliche Korallen entwickelt, die dem natürlichen Vorbild stark ähneln und sogar noch bessere Filtereigenschaften mitbringen.


Korallen
AQWA, Perth, Corals (Coral Coast) Bild: user: Tierfreundin CC Wikimedia Commons

Künstliche Korallen für den Schutz der maritimen Pflanzen- und Tierwelt

Die Forscher setzen bei den neuen künstlichen Korallen auf eine spezielle Zusammensetzung von Nanopartikeln, die wiederum dem Aufbau einer Koralle gleichen. Nach ersten Tests stellten die Forscher mit Begeisterung fest, dass die künstlichen Korallen Blei, Arsen und auch Quecksilber sogar effizienter aufnehmen können als die natürlichen Geschwisterchen. Xianbiao Wang, Mitautor der jüngst im Journal of Colloid and Interface Science erschienenen Studie, spricht von „enormen Anwendungsmöglichkeiten“.

künstliche Koralle
Künstliche Koralle stark vergrößert

Im Kampf gegen die Schwermetallbelastung in den Weltmeeren können die künstlichen Korallen nicht nur zum Schutz der biologischen Artgenossen beitragen, sondern auch die maritime Pflanzen- und Tierwelt in ihrer Gänze bereichern. Schließlich sind auch Fische von der Belastung durch Schwermetalle betroffen. Die Tiere nehmen unter anderem Quecksilber durch das Wasser auf. So warnte die WHO (via UGB) auch davor, dass Quecksilber in Speisefischen nachgewiesen wurde. Das giftige Schwermetall kann sich unter anderem im Gehirn oder Rückenmark von Menschen absetzen und kontinuierlich das Nervensystem schädigen. Vor allem Kinder sind hier besonders gefährdet, da wesentlich geringere Mengen Quecksilber schon einen Schaden verursachen können.


Entwicklungen wie die künstlichen Korallen nehmen stets an Wichtigkeit zu. Der Mensch ist nun mehr denn je gefordert Lösungen zu finden um die Weltmeere wieder etwas sauberer zu halten. Schließlich ist der Mensch auch hauptverantwortlich für die Verschmutzung. Unternehmungen wie das Ocean Clean Up Projet sollen ebenfalls zur Säuberung der Weltmeere beitragen. Zudem erregte auch der Dyson Ocean Cleaner, ein gigantischer Meeresstaubsauger, im letzten Jahr bereits mediales Aufsehen.

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