Was andere vielleicht noch planen, hat Timo Leukefeld bereits vor drei Jahren die Tat umgesetzt: Er rüstete sein Haus zum netzunabhängigen Betrieb aus, Kernstück des Systems ist ein gigantischer Wärmespeicherkessel. Wie die letzten 36 Monate liefen, erzählt er selbst in einer Fernsehdoku.


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Skizze des Ökohauses mit dem dreistöckigen Speicherkessel / Foto: Screenshot aus dem mdr-Video

Drei Stockwerke hoher Wasserspeicher durch Solarthermie erwärmt

Der mdr berichtete jüngst von diesem aktuellen Ökoprojekt, das vielleicht den einen oder anderen Autarkie-Freund dazu inspiriert, auch endlich tätig werden und am eigenen Haus zu schrauben: Das Haus der Leukefelds enthält einen drei Stockwerke hohen Wasserspeicher, den die Solarthermie-Anlage auf dem Dach den ganzen Sommer über mit reichlich Wärme versorgt. Bis Ende November ist keine zusätzliche Heizung nötig, erst dann kommt das bereitstehende Holz zum Verfeuern in den Ofen. Eine großzügig angelegte Photovoltaik-Anlage liefert so viel Strom, dass es eigentlich zum täglichen Leben reichen sollte, doch in der Anfangsphase gab es einige technische Pannen, die dazu führten, dass auch Netzstrom fließen musste. Der letzte Winter verlief jedoch vorbildlich, endlich reichte die selbst erzeugte Energie komplett aus.

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Brennholz sorgt in der kältesten Zeit für genügend Wärme

Spülmaschine und Waschmaschine werden mit Warmwasser gespeist

Im Ökohaus werden Waschmaschine und Spülmaschine direkt mit warmem Wasser befüllt, so müssen die Geräte gar nicht mehr aufheizen. 3.500 Euro sollen pro Jahr in der Haushaltskasse verbleiben, statt zum Netzbetreiber zu wandern: Diese Zahl erscheint recht hoch für ein Einfamilienhaus, zumal sich die genannte Ersparnis erst in etwa 25 Jahren rechnet. Dann erst übersteigen die Einsparungen die für den Umbau entstandenen Kosten; hoffen wir also, dass zu diesem Zeitpunkt nicht die PV-Anlage ersetzt werden muss. Findig waren die Konstrukteure des Energiesystems immerhin: Sie kombinierten 58 Autobatterien zu einem Stromspeicher, der sich mit genügend Energie für eine ganze Woche füllen lässt. Wenn dann noch das E-Auto an der PV-Steckdose tankt, schließt sich an dieser Stelle der Kreislauf. Wir sehen also: Noch wartet echte Autarkie mit der einen oder anderen Tücke auf, doch wer es nicht einfach ausprobiert, wird auch nie zum Ziel gelangen!


Quelle: mdr.de

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