Überbevölkerung ist ein globales Problem. Laut Prognose der UNO werden im Jahr 2100 10,9 Milliarden Menschen den Planeten bevölkern. Pläne, um diesem Problem zu begegnen, gibt es reichlich. Von gigantischen schwimmenden Städten bis hin zu Kolonien auf dem Mars ist alles vertreten. Die japanische Baufirma Shimizu Corp. hat einen weiteren Plan in petto: Eine Unterwasserstadt, die ihre Energie aus dem Meeresboden bezieht.


Die schwimmende Stadt soll Lebensraum für 5000 Menschen bieten (Foto: Shimizu Corp.).
Die schwimmende Stadt soll Lebensraum für 5000 Menschen bieten (Foto: Shimizu Corp.).

Platz für 5000 Menschen

Das Atlantis der Neuzeit wurde von seinen Erfindern “Ocean Spital” getauft und kann bis zu 5000 Menschen eine Heimat geben. Die Behausungen befinden sich in den Plänen der Japaner unter einer großen Kuppel mit einem Durchmesser von 500 Metern, die in flachen Gewässern gebaut werden soll. Neben Wohnhäusern sollen auch Hotels und kommerzielle Bauten unter der Kuppel Platz finden.

Autarke Energieversorgung

Die Unterwasserstadt wird ihre Energie von einer sogenannten “Earth Factory” beziehen, ein Außenposten etwa 15 km von der Stadt entfernt in 4000 Metern Tiefe. Dort sollen Wissenschaftler natürliche Ressourcen wie Kupfer und Zink abbauen und Energie erzeugen.


Zur Energieerzeugung werden unter anderem spezielle Bakterien genutzt, die CO2 von in Methan umwandeln. Außerdem sind Generatoren geplant, die den Temperaturunterschied in verschiedenen Meerwasserschichten nutzen, um Energie zu erzeugen.

Nicht nur was Energie angeht soll die Stadt komplett autark sein. Fischfarmen können die Bewohner mit Nahrung versorgen, während eine Entsalzungsanlage für Trinkwasser sorgt.

Umsetzung der Pläne ist bereits geplant

Was sich wie ferne Zukunftspläne anhört, ist tatsächlich schon im Begriff, Realität zu werden. Shimizu arbeitet mit Experten von der Universität Tokyo sowie der Regierung daran, die Pläne umzusetzen. Die Technologien, die dazu benötigt werden, sollen in den nächsten 15 Jahren zur Verfügung stellen, und das Projekt sieht eine Bauzeit von 5 Jahren vor. Die hohen Baukosten von 25 Milliarden Dollar sollen von privaten und öffentlichen Geldern gedeckt werden.

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