Leben wie Tolkiens Elben: im Trine Treehouse von Antony Gibbon

Wie knospende Blüten auf langen, schmalen Stängeln recken sich die vier Elemente dieses Baumhauses in die Höhe. Wir befinden uns mitten im Wald, ein gutes Stück über den wogenden Wipfeln und umgeben von stillen Nebeln. Unter der Erde wohnen wie ein Hobbit im Auenland – das war gestern! Heute leben wir wie die Elben.

Wohnen über den Baumwipfeln. Foto: Antony Gibbon Designs

Vier Blütenkelche auf hohen Stängeln, über Brücken verbunden

Der Designer Antony Gibbon macht seinem Nachnamen alle Ehre: Ebenso wie die langarmigen Affen liebt er es, in den Baumwipfeln zu residieren. Inzwischen hat er eine ganze Baumhaus-Serie entworfen, die den Namen »Roost Treehouse« trägt, die neue Idee fügt sich nahtlos in diese traumhaften Waldwelten ein. Natürliche Materialien und moderne Formen ergeben eine ästhetische Symbiose, die nicht nur dem Auge Freude bereitet, sondern auch der Seele. Dieses Baumhaus besteht aus vier hohen »Blütenkelchen«, einer davon bildet das Zentrum, von dem alle anderen ausgehen. Im Stängel dieses Parts befindet sich auch die Wendeltreppe für den Auf- und Abstieg; über drei Brücken mit Baldachin gelangt man dann in die anderen drei wohnlich eingerichteten Elemente.

Die „Blütenkelche“ des Baumhauses fügen sich in die umgebende Natur ein. / Foto: Antony Gibbon Designs

Ein Elbenpalast mit einem Komfort des modernen Lebens

Die Wände sind gitterartig durchbrochen, um ganz viel Licht und Luft hereinzulassen. Der zentrale Blütenkelch dient dabei als Outdoor-Zone, während die anderen drei Elemente feste Behausungen mit bodentiefen Fenstern in sich bergen. Letztere sind auf jeweils zwei Etagen mit allem Komfort des modernen Lebens eingerichtet, sie enthalten selbstverständlich auch ein Badezimmer. Die nötigen Wasserrohre und Elektrokabel sollen, wenn das Baumhaus tatsächlich von menschlichen Bewohnern bezogen wird, durch die einzelnen Stängel nach oben verlegt werden. Gut denkbar ist es, dieses naturnahe Gebäude als eine Art Hotel zu nutzen, oder vielleicht entscheidet sich ein wohlhabender Privatmann mit eigenem Wald dafür, hier einzuziehen. Wir, die wir nicht von diesem Elbenpalast profitieren, fühlen uns zumindest dazu eingeladen, auf eine anregende Fantasiereise zu gehen …

Quelle: inhabitat.com