Immer mehr Unternehmen geben sich selbst bestimmte Ziele, was die Nutzung der Erneuerbaren Energien in der Zukunft angeht. Dies bringt in der Regel zumindest gute Presse. Oftmals liegen die Zielmarken zudem soweit in der Zukunft, dass kaum jemand nachhält, ob diese überhaupt erreicht werden. Denn auch bei gut gemeinten Zielen gilt: Die Umsetzung ist immer schwieriger als die Ankündigung. Der Lego-Konzern liefert nun allerdings ein interessantes Beispiel dafür, dass sich auch sehr ambitionierte Ziele in diesem Bereich erreichen lassen, wenn man das Thema nur mit der nötigen Ernsthaftigkeit verfolgt. So plante das Unternehmen ursprünglich, ab dem Jahr 2020 zu einhundert Prozent auf eine nachhaltige Energieversorgung zu setzen. Nun wurde dieses Ziel sogar drei Jahre früher als geplant erreicht.


Bisher wurde vor allem in Offshore-Windanlagen investiert

Denn der Konzern hat in den letzten Jahren so massiv in Projekte der Erneuerbaren Energien investiert, dass diese nun mehr sauberen Strom erzeugen als in allen Fabriken, Büros und Läden der Lego-Marke verbraucht wird. Doch damit ist noch längst nicht das Ende der Entwicklung erreicht. Denn bisher investiert Lego vor allem in große Offshore-Windanlagen, weil diese am meisten Strom produzieren. Zukünftig sollen die Erneuerbaren Energien aber auch direkt in und auf den Gebäuden des Konzerns gewonnen werden. So wird aktuell eine Lego-Fabrik in China mit 20.000 Solarmodulen ausgestattet und soll zukünftig sauberen Sonnenstrom für den Eigenbedarf generieren.

Lego sucht auch nach einer Alternative zum Plastik

Lange Zeit wurde Lego bei Umwelt- und Klimaschützern eher kritisch gesehen. Dies hing damit zusammen, dass der Konzern in der Vergangenheit eng mit verschiedenen Ölfirmen zusammenarbeitete. Diese Kooperationen wurden inzwischen allerdings beendet. Mehr noch: Lego will zukünftig komplett das Ende der fossilen Rohstoffe einleiten und forscht bereits seit einiger Zeit an plastikfreien Alternativen als Rohstoff für die kleinen Lego-Steine. Insgesamt sollen dafür rund eine Milliarde Dollar investiert und 100 Mitarbeiter angestellt werden. Bisher verbraucht der Konzern jährlich rund 6.000 Tonnen Plastik. Ein Durchbruch auf der Suche nach einer plastikfreien Alternative hätte also durchaus signifikante Auswirkungen.


Via: Treehugger

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