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Leuchtende Haut soll Roboter in Zukunft einfühlsamer wirken lassen

Wissenschaftler der amerikanischen Cornell University haben eine leuchtende und dehnbare Haut für Roboter entwickelt, welche die technologischen Geschöpfe empathischer und kommunikationsfreudiger wirken lassen soll. Wieder einmal gilt auch bei dieser neuen Entwicklung die Natur als Vorbild. Genauer geht es dabei um die Haut von Kraken. Die Acht-armigen Wesen können ihre Haut farblich verändern und sich unter anderem ziemlich gut tarnen. Darüber hianus fungiert der Farbwechsel aber auch zur Kommunikation unter Artgenossen.

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Robo-Haut verändert bei Verformung die Farbe

Die neue Roboterhaut ist extrem dehnbar, leuchtet, reagiert auch auf Druck und besteht aus dielektischen Elastomer, welches wiederum zwischen zwei Lagen von Hydrogel-Elektroden gelagert ist. Wird das Elastomer gezogen, gerollt oder gedrückt verändert es stets die Farbe. Die Eigenschaften bleiben den Wissenschaftlern nach auch dann weiterhin bestehen, wenn die Haut bis um das Sechsfache ausgedehnt wird. Das wiederum ermöglicht ein recht großes Einsatzspektrum in der Zukunft. Fokussiert wird von den Wissenschaftlern zunächst sogenannte Weichkörper-Roboter mit der neuen Haut zu versehen. Die Roboter wären dann in der Lage ihre Form und auch Farbe ändern zu können und somit auch auf die Umwelt zu reagieren. „Wenn Roboter vermehrt zum Teil unseres Lebens werden, wird die Fähigkeit, eine emotionale Verbindung zu uns zu haben, sehr wichtig. Wenn sie also ihre Farbe als Reaktion auf die Stimmung oder den Ton des Raumes ändern können, wäre das wichtig für zukünftige Mensch-Roboter Interaktionen.“, erklärt Rob Shepherd, seines Zeichens Mitautor der neuen und im Fachmagazin Science abgedruckten Studie.

Die Funktionsweise der elektrolumizierenden Haut haben die Wissenschaftler in einem Video festgehalten.

Zukünftige Anwendungsfelder der neuen Robo-Haut

In Zukunft könnten Krankenhausroboter die Gefühlslage von Patienten spiegeln und die Farbe der gemessenen Körpertemperatur beispielsweise anpassen. Auch die Darstellung vom Puls ist möglich. Parallel dazu könnten die Roboter auch die Gemütslage noch darstellen. Die Forscher sehen auch bei Wearables großes Anwendungspotential. Eine neue Generation von Fitnessarmbändern könnte sich dem Träger anpassen. Harte, weniger flexible, Elektronik wäre dann obsolet.

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