Man sieht es einer Jeans nicht unbedingt, aber im Laufe ihres Lebenszyklus verbraucht eine solche Hose Unmengen an Wasser. Dies führte immer wieder auch zu Kritik an den Herstellerfirmen. Zumindest Levi’s hat sich diese Hinweise zu Herzen genommen und in den letzten Jahren den Wasserverbrauch bei der Jeansherstellung massiv reduziert. Tatsächlich fällt aber ein Viertel der Wassernutzung erst nach dem Verkauf der Jeans an – sprich beim Waschvorgang durch den Kunden. Das Unternehmen hat daher untersuchen lassen, wie oft ihre verkauften Jeans tatsächlich gewaschen werden. Das Ergebnis: Eigentlich viel zu oft.


Jeans waschen
Foto: Mariba „Waschhaus“ CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Amerikaner waschen die Jeans doppelt so oft wie Chinesen

In konkreten Zahlen ausgedrückt, sieht die Situation dabei so aus: Eine herkömmliche Jeans verbraucht bis zum Verkauf der Hose rund 7600 Liter Wasser. Durch verschiedene Sparmaßnahmen konnte Levi’s diesen Wert auf 2835 Liter senken. Gleichzeitig sind die Käufer einer Levi’s Jeans für einen weiteren Verbrauch von 860 Litern verantwortlich. Diese Zahl ließe sich allerdings durch ein verändertes Waschverhalten verringern. So tragen US-Kunden ihre Jeans im Schnitt zwei Mal, bevor sie sie in die Waschmaschine stecken. Franzosen und Briten kommen immerhin auf einen Schnitt von 2,5, während Chinesen ihre Jeans sogar erst nach dem vierten tragen in die Wäsche geben.

Jeans
Wasser sparen beim Waschen von Jeans Grafik via Levis

Vorschlag: Zehn mal tragen, dann erst waschen

Levi’s betont allerdings, dass auch dies eigentlich noch zu oft sei. Stattdessen schlägt das Unternehmen den Kunden vor, die Jeans zunächst zehn Mal aufzutragen und erst dann in die Wäsche zu geben. Dadurch könnte der durchschnittliche US-Verbraucher den Wasser-Fußabdruck seiner Jeans um 77 Prozent senken. Bei den chinesischen Kunden würde sich immerhin noch eine Einsparung von 61 Prozent ergeben.


Letztlich muss natürlich jeder von Fall zu Fall entscheiden, ob die Jeans nun dreckig ist oder nicht. Die Beispielsrechnungen des Konzerns können aber einen Denkanstoß geben, ob an dieser Stelle nicht tatsächlich ein wenig Wasser gespart werden kann. Erst gestern haben wir darüber berichtet, dass Kalifornien Wasserverschwender sogar in Zukunft bestrafen wird um den Kampf gegen die Trockenheit anzugehen.

Quelle: Treehugger

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