Lockheed Martin sorgte in der Vergangenheit bereits mit den Entwicklungen eines Mach 5 Überschalljets oder den Plänen von einem neuen Nuklearen Fusionsreaktor für Gesprächsstoff. Das Unternehmen werkelt auch an einem hybriden Luftschiff, das in Zukunft zum Einsatz kommen und die Renaissance der Luftschiffe einleiten soll. Nachdem eine Militärversion des „Hybrid Airship“ bereits erfolgreich geflogen ist, soll die Auslieferung einer Version für den zivilen Einsatz im Jahr 2018 beginnen. Um die Luftschiffe sicher zu machen, hat Lockheed Martin nun einen Spinnen-Bot vorgestellt, der die Luftschiffoberfläche automatisch abfährt, kleinste Löcher aufspürt und diese auch umgehend wieder automatisch verschließt. Diese Technologie ist deutlich schneller, als der Scann der Plane mittels Scheinwerfer und „Umkrempel-Technik“. Allein schon dem Bot bei der Arbeit zuzusehen, macht Spaß.


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Luftschiffe sollen in Zukunft wieder Fahrt aufnehmen

Lockheed Martin ist vom Pioniergeist und auch dem finanziellen Feedback her ein wenig mit dem SpaceX-Unternehmen von Elon Musk vergleichbar. Hinter dem noch recht jungen Unternhemen aus Nordengland stehen Experten, die lange Zeit für den Milliardär Richard Branson an Luftschiffen gearbeitet haben und ziemlich viel Know-how mitbringen. Das Lockheed „Hybrid Airship“ besteht im Kern aus drei nebeneinander liegenden „wurstförmigen“, mit Helium gefüllten, Körpern. Das Gas sorgt für 80 Prozent des Auftriebs, 20 Prozent machen die Aerodynamik in Kombination mit den vier Propellertriebwerken aus. Das Luftschiff ist damit recht zügig unterwegs und erreicht bis zu 100 km/h. Zudem kann das Hybrid-Luftschiff auch auf dem Boden landen. Dazu nutzt es vier Luftkissen, die wie übergroße Planschbecken aussehen. Praktisch ist auch, dass sich das Luftschiff bei starkem Wind am Boden festsaugen kann.


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Bevor wir zu dem neuen Spinnen-Bot kommen nochmal kurz Lockheed Martins Version. Wer glaubt, dass Luftschiffe alter Tobak sind und keine Chance mehr haben werden, der dürfte sich zumindest den Visionären zufolge irren. So wird darauf spekuliert, dass Förderkonzerne aufgrund der niedrigen Ölpreise dazu gezwungen werden die Erschließungs- und Transportkosten zu senken. Vor allem der Transport von Arbeitsmaterial in entlegene Gegenden verschlingt viel Geld. Straßen zu bauen kostet pro Kilometer 40.000 Euro. Der Transport per Helikopter verschlingt viel Treibstoff. Ein Luftschiff hingegen benötigt nur ein Zehntel der Energie und kann zudem weitaus mehr Ladung bewegen. Der Stand von vor zwei Jahren war dabei ein Ladegewicht von 20 Tonnen und eine maximale Geschwindigkeit von 111 km/h.

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SPIDER kann sich auch im Schwarm organisieren

Der nun von Lockheed Martin entwickelte Spider-Bot soll in Zukunft die Wartung der großen Luftkammer-Schale übernehmen und scannt dabei mittels Lichtsensor die Oberfläche nach kleinen Löchern ab. Wird ein Loch ausfindig gemacht, beginnt der Bot umgehend mit der Reparaturmaßnahme. Die kleinen Bots saugen sich über Magneten auf der Plane fest und fahren diese routiniert ab. Dabei können auch mehrere Bots gleichzeitig auf einem Schiff arbeiten. Die Koordination übernimmt dann eine zentrale Kontrollstation. An diese werden auch die Reparaturberichte, samt Bildmaterial, gesendet. In einem Videoclip wird der Spider-Bot in Aktion gezeigt. SPIDER steht für den Patenteintrag „Self-Propelled Instrument for Damage Evaluation and Repair“.

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