Während der klassische Briefträger oftmals noch mit dem Fahrrad unterwegs ist, setzen Paketdienste traditionell auf große Lieferwagen. Diese bringen aber erhebliche Nachteile mit sich: Sie sind laut, verursachen Klimaemissionen, stellen eine Belastung für die Luftqualität dar und verursachen nicht selten Verkehrsstauungen. Dies wird auch von den betroffenen Firmen durchaus so gesehen.


Nur: Bisher haben sie noch keine bessere Lösung gefunden. Zumal die Lieferung per Drohne zwar immer wider medial aufbereitet wird, aber noch in den Kinderschuhen steckt. In London wird UPS daher in den nächsten Monaten auf eine neue Form der Auslieferung setzen: Einige Zusteller werden auf einem Elektrofahrrad mit Anhänger für die Pakete unterwegs sein.

Einen eingebauten Regenschutz für den Fahrer gibt es nicht. Foto: UPS

Das E-Bike für Paketlieferungen wird unter realen Bedingungen getestet

„UPS hat eine lange Geschichte bei der Entwicklung, Nutzung und Förderung von nachhaltigen Technologien und Zustellmethoden“, erklärt Peter Harris, der bei dem Konzern für Nachhaltigkeit in Europa zuständig ist. Die Auslieferung per Rad war allerdings lange nicht denkbar, weil die Pakete schlicht zu schwer waren. Durch die Möglichkeit ein Elektrofahrrad zu nutzen, änderte sich die Sachlage allerdings. In London soll diese Form der Zustellung nun unter realen Bedingungen getestet werden – und anschließend im Erfolgsfall auf weitere Städte ausgeweitet werden. Unklar ist allerdings, was die Zusteller davon halten. Diese werden zwar durch den Elektromotor unterstützt, sitzen bei schlechtem Wetter aber trotzdem im Regen anstatt in einer geschlossenen Fahrzeugkabine.

Die Bewohner von Innenstädten dürften den Ansatz begrüßen

Insgesamt können mit dem Elektrofahrrad plus Anhänger pro Tour Pakete mit einem Gewicht von 200 Kilogramm ausgeliefert werden. Ein innovatives Bremssystem sorgt zudem dafür, dass Energie zurückgewonnen wird und dadurch die Reichweite pro Akkuladung steigt. Bei UPS sieht man sich durch das Experiment gut gerüstet, um zukünftig die Emissionen der eigenen Auslieferungen massiv zu senken. Die Einwohner Londons dürften sich jedenfalls darüber freuen, wenn zukünftig weniger Lieferwagen die Straßen verstopfen und stattdessen mehr Elektrofahrräder unterwegs sind. Viel wichtiger aber: UPS will zeigen, dass die Auslieferung per Elektrofahrrad auch wirtschaftlich Sinn macht. Dies könnte langfristig dann die Zustellung von Paketen in Innenstädten revolutionieren.


Via: Treehugger

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.