Luftverschmutzung verringert die Solarenergie-Produktion um bis zu 30 Prozent

Erneuerbare Energien gelten als die Zukunft. Dauerhaft wird sich die Menschheit nicht auf fossile Brennstoffe verlassen können. Einer der wichtigsten Bereiche im Sektor für erneuerbare Energien ist Sonnenenergie. Aber gerade dabei stehen wir uns auch selber im Weg. Eine Studie der Duke University fand heraus, dass die Produktion von Solarenergie durch Luftverschmutzung teilweise um bis zu 35 Prozent vermindert wird.

Bild: Duke University

Staub auf den Panels vermindert den Output

Staubpartikel und Smog sind die Faktoren, die sich teilweise massiv auf die Funktionsfähigkeit von Solaranlagen auswirken. „My colleagues in India were showing off some of their rooftop solar installations, and I was blown away by how dirty the panels were. I thought the dirt had to affect their efficiencies, but there weren’t any studies out there estimating the losses. So we put together a comprehensive model to do just that“, erklärt Professor Michael Bergin von der Duke University.

Dazu tat sich das Team mit Forschern des Indian Institute of Technology Gandhinagar (IITGN) und der University of Wisconsin at Madison zusammen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Luftverschmutzung tatsächlich ein Faktor ist, der sich wesentlich auf die Menge an produzierter Solarenergie auswirkt. Am schlimmsten waren Staubpartikel, die sich auf die Panels niederlassen.

Bis zu 35 Prozent Verlust

Am schlimmsten betroffen sind China, Indien und die Arabische Halbinsel. Auch wenn die Panels dort monatlich gereinigt werden, beträgt die verschmutzungsbedingte Verlustrate etwa 17 bis 25 Prozent. Werden die Panels alle zwei Monate gereinigt, beträgt der Verlust zwischen 25 und 35 Prozent.

Das bedeutet nicht nur Energieverlust, sondern kostet auch bares Geld. Laut Bergin verliert China jedes Jahr Beträge im zweistelligen Milliardenbereich im Sektor für erneuerbare Energie – 80 Prozent davon sind auf Umweltverschmutzungen zurückzuführen.

Dass Luftverschmutzung schlecht für die Gesundheit ist und zum Klimawechsel beiträgt, war bereits länger bekannt. Nun gibt es Zahlen dazu, wie das Phänomen sich auf die Solarnergie-Produktion auswirkt. Möglicherweise ist das ein Anreiz für manche Länder, mehr im Bereich Emissionskontrolle zu tun.

via Duke University