„Luna wird die letzte Dating-App, die du dir runterladen wirst.“ Mit diesen Worten beschreibt der 26 Jahre alte Amerikaner Andre Ornish seine selbst entwickelte App. Acht Jahre lang war der Entwickler auf Plattformen wie Tinder und OkCupid unterwegs. Die Erfolge hielten sich in Grenzen. Die Plattformen stumpfen zu schnell ab. Grund dafür ist dem Entwickler zufolge das System. Während Frauen von Anfragen überrannt werden und bereits durchschnittlich attraktive Männer wegwischen, erhalten Männer kaum eine Antwort. Das hat wiederum zur Folge, das wesentlich mehr Nachrichten versendet werden. Die Inhalte nehmen recht schnell ab und führen bis hin zu plumpen Copy-Paste-Phrasen.


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Luna soll bisherige Dating-App-Probleme lösen

Eines der Hauptprobleme bei Tinder und Co sei Ornish zufolge die bereits angesprochene ungleiche Aufmerksamkeitsverteilung. Der aus der Folge der Ignoranz der Frauen entstehende Spam soll bei Luna dadurch verhindert werden, indem Gebühren für versendete Nachrichten anfallen. Der Nutzer soll dabei selbst festlegen können, wie viele Nachrichten er am Tag erhalten und versenden möchte. Mehr erhaltene Nachrichten landen zunächst in der Warteschlange. Ein Phänomen, das im Übrigen schon von Lovoo bekannt sein dürfte. Luna möchte ein eigenes Netzwerk mit einer eigenen Währung realisieren. Die innerhalb des Netzwerks transferierten Beträge sollen auch im Netzwerk bleiben und nicht wie bei bisherigen Plattformen in die Taschen der werbenden Unternehmen wandern. Das war bisher bei alternativen Plattformen ein weiteres Problem. Die Luna-Währung wird durch Sterne symbolisiert. Wird eine Nachricht mit einem oder gar mehreren Sternen versehen, kann man so auch die Warteschlange verkürzen oder umgehen.


Andre Ornish CEO und Gründer von Luna (Bild: Luna)

Luna basiert auf der Ethereum-Blockchain

Im Kern funktioniert Luna vergleichbar wie Bitcoin-Überweisungen. Zunächst sind Transaktionen kostenlos. Nehmen diese jedoch exponentiell zu, dann fallen Gebühren an. Derjenige, der bereit ist am meisten dafür zu bezahlen, der wird bevorzugt.

Die Sterne und das somit innerhalb von Luna verwaltete Kryptogeld kann zum einen dadurch gesammelt werden, indem ein neuer Account angelegt und eingerichtet wird. Jeder User erhält somit ein kleines Startkapital. Zudem soll man auch künftig Sterne über gewöhnliche Kryptobörsen einkaufen können. Luna sammelt das Startkapital zunächst über das Ethereum Project ein. Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die hinter der digitalen Ether-Währung steckt. Die Blockchaintechnologie von Luna basiert somit nicht direkt auf der von Bitcoin, sondern von der Alternative Ethereum.

Luna soll Ende Januar 2018 an den Start gehen und wird bereits von einigen Krypto-Tradern beobachtet. Die Single-Börse soll jedoch nicht nur Bitcoin-Nerds anlocken, sondern eher jeden, der das neue System einmal ausprobieren möchte. Die User möchten im Kern auch die Funktionen nutzen, und nicht den technischen Hintergrund bis in das Detail erläutert bekommen. Am Ende zählen erfolgreiche Matches und das vielleicht doch noch die Frau oder der Mann fürs Leben gefunden wird. Dass hinter Luna eine Blockchain-Technologie steckt, soll genauso wenig bekannt sein, wie die Tatsache, dass Tinder eine NoSQL-Datenbank nutzt.

Quelle: Luna Whitepaper

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